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Europa / Spanien

ein Genussvoller Roadtrip auf dem Jakobsweg – Pilgern für Faule

Pilgersouvenirs

Wir sind dann mal weg! Unterwegs auf dem Jakobsweg von Bilbao nach Santiago de Compostela. Nicht mit Wanderstiefeln und Pilgerstab, sondern ganz schnöde mit dem Mietwagen. Ein Roadtrip auf dem Jakobsweg ist die praktikable Alternative für alle, die ein begrenztes Urlaubsbudget haben und trotzdem Pilgeratmosphäre, Kunst und Kultur sowie Land und Leute entlang des „Camino“ schnuppern möchten. Hier gibt es Tipps für einen rund zweiwöchigen Roadtrip und Lesenswertes zur Geschichte des Pilgerwegs zwischen dem Mittelalter und 21. Jahrhundert. 


Zwischen den grünen Hügeln des Baskenlandes, den kargen Hochebenen Kastiliens und quirligen Städten warten am Jakobsweg Kunstschätze erster Güte: romanische Figurenkapitelle, gotische Glaskunst, aber auch kühne Bauten des 21. Jahrhunderts wie das Guggenheim-Museum in Bilbao. Statt Pilgerherbergen gab es für mich und den Mann Historienflair und ein bisschen Luxus in dem ein oder anderen Parador – Hotels in ehemaligen Klöstern, Palästen oder Hospizen. Und statt karger Pilgernahrung gute Weine, Tapas satt und feines Seafood.

Die Reiseroute

Für uns war die baskische Stadt Bilbao Auftakt zu unserem Roadtrip auf dem Jakobsweg. Aber auch viele Pilger beginnen hier ihren langen Marsch durch Nordspanien.

Wenn du wie wir mit dem Mietwagen unterwegs bist, solltest du zwei Wochen für die Reise nach Santiago einplanen, wenn du nicht hetzen willst. Schließlich willst du dir auch Zeit nehmen für kleine Kirchen und hübsche Orte am Wegesrand. Von Santiago kannst du dann den Flieger zurück in die Heimat nehmen oder auf dem Küstenweg durch Kantabrien zurück nach Bilbao fahren. Eine weitere Alternative ist der Rückflug vom portugiesischen Porto aus, das du von Santiago aus bequem mit dem Bus erreichst. So sah unsere Route aus:

  • Tag 1 Bilbao
  • Tag 2 Bilbao – San Sebastian
  • Tag 3 San Sebastian
  • Tag 4 San Sebastián – Burgos
  • Tag 5 Burgos und Umgebung
  • Tag 6 Burgos – León
  • Tag 7 León
  • Tag 8 León – Monforte de Lemos 
  • Tag 9 Monforte –Muxia
  • Tag 10 Finisterra
  • Tag 11 Muxia – Santiago
  • Tag 12 Santiago
  • Tag 13 Rückreise oder Weiterreise

Bilbao – vom Schmuddelkind zur Prinzessin

Das soll Spanien sein? Auf den ersten Blick sieht das Baskenland aus dem Flieger eher aus wie Irland. Spinatgrüne Hügel, wilde Küsten. Bei Landung Dauerregen. Ein trüber Start zu unserem Roadtrip auf dem Jakobsweg.

Wie gut, dass du dir das Wetter in den Tapasbars schön trinken kannst! Schinken baumeln von der Decke und Pintxos, kleine Kunstwerke zum Essen, stapeln sich auf den Tresen. Tintenfisch, Sardellen, Teufelskrebse und andere köstliche Beläge werden auf Weißbrot und mit Holzstäbchen (pinchar bedeutet „aufspießen“) serviert. Die Keller schenken fleißig Wein in die Gläser, und ein feierlustiges Volk genießt das Leben – im Jahr vor der Pandemie.

Tapasbar mit Pintxos in San Sebastian
Tapasbar mit Pintxos in Bilbao

Ich war in jungen Jahren auf Interrailtour schon mal durch Bilbao gefahren. Eine graue Industriestadt am Rio Nervión, ein stinkender Schandfleck im grünen Baskenland. Doch aus dem Aschenbrödel wurde eine schöne Prinzessin, als die Stadtväter Bilbao ein Facelift verpassten, die Industrieanlagen abrissen und Stararchitekten engagierten.

Irre Bauten!

Mit dem Guggenheim-Museum aus der Ideenkiste von Stararchitekt Frank O. Gehry begann Bilbaos wundersamer Wandel. Ein Hingucker von allen Seiten, die unnahbare Schöne mit Titanhaut. Bewacht von „Puppy“, einem Hund im Blumenkleid von Jeff Koons, und „Mama“, der langbeinigen Spinne von Louise Bourgeois. Innen warten luftige Galerien mit moderner Kunst in Wechselausstellungen. Doch der Star, keine Frage, ist das Museum selbst.

Es gibt beim Stadtrundgang noch mehr spektakuläre Architektur zu entdecken: Der spanische Architektenstar Santiago Calatrava hinterließ mit einer Brücke über den Nervión und dem Airport in Form einer weißen Taube seine Handschrift. Sir Norman Foster kreierte die avantgardistisch gestylte U-Bahn. Keine Frage: Dank „Guggenheim-Effekt“ präsentiert sich die Stadt, in der einst die Hochöfen qualmten, selbstbewusst und schick.

Dann ist Zeit für ein paar bodenständige Highlights: die Markthalle Mercado de la Ribera mit einer Überfülle an Köstlichkeiten zum Essen zum Beispiel. Anschließend kannst du dich im Stadtzentrum durch die „Sieben Straßen“ wuseln. Sie heißen zum Beispiel „Tendería“ oder „Carnicería“ und erinnern daran, dass hier einst Krämer und Fleischer ihre Geschäfte hatten. Mittendrin die Catedral de Santiago (16.-19. Jh.), die Kathedrale des heiligen Jakobus. Hier sammeln sich Pilger, die den Küstenweg nach Santiago wählen.

Abends solltest du unbedingt noch einmal zum Guggenheim spazieren, wenn die Titanhaut im Abendlicht glitzert. Und dann mit einem Glas Txakoli, baskischem Weißwein, auf deine Reise auf dem Jakobsweg anstoßen. Salud!

Bevor es am nächsten Tag auf die zweite Etappe des Roadtrips auf dem Jakobsweg geht, lohnt ein Abstecher in die Vororte: Ein Stück Industriekultur mit UNESCO-Welterbe-Status ist die Puente Colgante. Die Schwebefähre schaukelt seit 1893 zwischen den Vororten Las Arenas und Portugalete über den Nervión und vereint Technik und Ästhetik. Next Stop: San Sebastián.

Durchs Baskenland nach San Sebastián

San Sebastián ist, wenn du Santiago anpeilst, ein Schlenker in die falsche Richtung. Aber ein lohnender. Das nostalgische Seebad am Atlantik schmiegt sich in die muschelförmige Bucht La Concha („die Muschel“). Und weil die Muschel das Symbol des heiligen Jakobus ist, passt der Abstecher thematisch perfekt zum Pilgerweg.

Also quer durchs Baskenland. Milchkühe grasen friedlich auf Weiden wie im Allgäu. Vorbei geht’s an Gernika, der Stadt, die die deutsche Legion Condor 1937 in Schutt und Asche legte. Picasso widmete ihr sein wohl berühmtestes Gemälde: „Guernica“, das im Museo Reina Sofía in Madrid hängt.

Dann fahren wir in San Sebastián ein – oder Donostia, wie es auf Baskisch heißt. Ein elegantes Seebad mit Belle-Epoque-Flair. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts verlegten die spanischen Könige ihre Sommerresidenz in die Stadt. Der Adel folgte, und bald boomte das Seebad. Grandhotels, Villen und Promenaden erinnern heute noch an die glanzvollen Zeiten. In einem der ehrwürdigen Hotelpaläste mit nostalgischem Charme ergattern wir Last Minute ein günstiges Zimmer und genießen für eine Nacht den leicht angestaubten Glamour.

Kultur spielt in San Sebastian schon lange eine Hauptrolle. Beim renommierten Filmfestival treffen sich alljährlich Stars und Sternchen, und in punkto Kochkultur sind die Basken sowieso Weltspitze. Mit seinen 16 Michelin-Sternen bietet das Seebad die größte Sternedichte der Welt. Hier kannst du zumindest mittags ein Menü von einem der Kochstars zu fairen Preisen genießen. 

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Burgos – ein Feuerwerk der Kunst in Kastilien

Kurs auf Kastilien. Etappe drei auf unserem Roadtrip auf dem Jakobsweg. Burgos liegt vom Winde umweht 900 m hoch auf der Hochebene. Mittendrin thront stolz und kühn die Kathedrale Santa Maria, die drittgrößte Kathedrale Spaniens. Und wohl die erste große Anlaufstation für so manchen Pilger auf dem Jakobsweg. Im Meisterwerk der Gotik ruht ein Nationalheld: El Cid. Als Spanien im 11. Jh. gegen die maurische Fremdherrschaft kämpfte, feierte er militärische Erfolge. Ansonsten war er wohl kein so edler Ritter, wie die Heldenepen erzählen, sondern ein rechter Schurke. 

Der Jakobsweg – Pilgerweg und Tourismusmagnet

Nicht erst seit Hape Kerkeling zum Grab des heiligen Jakobus pilgerte und mal kurz einen Bestseller über seine Pilgerabenteuer schrieb, ist der Jakobsweg wieder populär wie im Mittelalter. Und zweifellos gehört er zu den faszinierendsten Reiserouten Europas. Eigentlich gibt es nicht den einen Jakobsweg (Camino de Santiago) sondern eine ganze Reihe von Jakobswegen.

Dem Münchner Weg beispielsweise begegnet man in Bayern auf Schritt und Tritt. Jeder Pilger wanderte im Mittelalter dort los, wo er lebte. Letztlich strahlten alle Wege in Spanien zusammen und führten zum gemeinsamen Ziel, dem vermeintlichen Grab des Apostels Jakobus in der galicischen Stadt Santiago de Compostela. Der bekannteste Teil des Jakobswegs ist denn auch der so genannte „Camino Francés„, der sich von der französischen Grenze durchs Baskenland und Kastilien bis nach Santiago zieht.

Die Geschichte der Wallfahrt reicht zurück bis ins 8. Jahrhundert, als die Iberische Halbinsel zu großen Teilen unter arabischer Herrschaft stand. Zu dieser Zeit verbreitete sich in den christlichen Randgebieten die Geschichte von Jakobus dem Älteren, der angeblich Spanien und Portugal missioniert hatte und schließlich auf verschlungenen Wegen als Leichnam nach Galicien zurückkehrte. Berühmt wurde der Heilige als „Maurentöter“, weil er in einer Schlacht, die siegreich für die Christen endete, dem Feldherren erschienen war. Seither galt Jakobus als Symbol der christlichen Rückeroberung.

Im Hoch- und Spätmittelalter boomte der Jakobsweg bei Pilgern in ganz Europa. Zu Zeiten, als der Pilgerweg nach Jerusalem nicht passierbar war, diente die Wallfahrt nach Santiago als passabler Ersatz, der von vielen Sünden befreite. Es entwickelte sich eine Infrastruktur entlang des Weges mit Pilgerherbergen, -gasthäusern und -hospitälern. Es gab erste Reiseführer und in den wichtigsten Pilgerstätten am Wegesrand entstanden prächtige Kirchen, denn die Pilgermassen brachten auch Geld ins Land.

Kam auch die Wallfahrt nicht ganz zum Erliegen, es wurde in der Neuzeit still um den Jakobsweg. Ein neuer Boom setzte im späten 20. Jahrhundert ein, als Papst Johannes Paul II. 1982 Santiago besuchte. Die Zahl der Pilger wuchs in den nächsten Jahrzehnten von 3000 auf fast 300 000 im Jahr 2017. Längst ist der Tourismus entlang des „Camino“ ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Norden Spaniens, der entvölkerten Landstrichen neues Leben einhauchte.

Kathedrale von Burgos
Kathedrale von Burgos

So mancher Jakobspilger scheute auf seiner Wallfahrt auch Umwege nicht, um zusätzlich Verdienste zu erwerben. Rund um Burgos locken Kunstschätze auch heutige Pilger. Und Kunstliebhaber wie uns.

Eine Rarität aus westgotischer Zeit: die Kirche Quintanilla de las Vinas, ein stilles Heiligtum aus dem 7./8. Jh. mit Reliefbändern, die Flechten, Weinranken und Palmblätter zeigen, aber auch Löwen, Leoparden und Antilopen.

Durch Wacholderwälder kannst du weiter nach Covarrubias fahren, wo sehr wahrscheinlich Gänsegeier über dir kreisen werden. Dann kommt Santo Domingo de los Silos in Sicht, eine bildhübsche Kleinstadt.

Mittendrin ein Schatzkästchen der Romanik: das Kloster Santo Domingo de Silos.

Auf den weltberühmten romanischen Figurenkapitellen im Kreuzgang tummeln sich seit rund 1000 Jahren Chimären, Greife, Löwen, Zentauren.

Steinmetze meißelten aber auch biblische Geschichten in den Stein wie die Begegnung zwischen den Jüngern von Emmaus und Christus beispielsweise. Wunderbar: Jesus als Pilger mit Pilgerhut und Jakobsmuschel! Oder die Szene mit dem zweifelnden Thomas: Theatralisch reckt Christus den Arm in die Höhe, damit der Ungläubige seinen Finger in die seine Wunde legen kann. Eine Bibel für die Analphabeten des Mittelalters.

Mindestens ebenso berühmt wie die steinernen Bibelszenen – die Gregorianischen Gesänge der Padres, die in den 1990er-Jahren die US-Charts stürmten.

Lebenslustiges León

Weizenfelder so weit das Auge reicht auf dem Weg nach Frómista. Dazwischen das leuchtende Gelb der Sonnenblumen. Die karge kastilische Hochebene prägt die nächste Etappe unseres Roadtrips auf dem Jakobsweg. Sie führt nach León, das in der Augusthitze vor sich hin döst.

Wir freuen uns auf unseren Parador. Einige der schönsten Hotels der staatlich-spanischen Kette liegen am Jakobsweg, und der von León gehört zu den prächtigsten. Untergebracht ist er im ehemaligen Hostal San Marcos aus dem 16. Jahrhundert, einem Pilgerhospiz. Die Zimmer bieten in der Regel keinen besonderen Luxus, aber natürlich unbezahlbares Historienflair. Und auch die Restaurants sind in der Regel vorzüglich.

Nach der Ankunft im Parador ist erstmal Siesta angesagt. Ausgeruht dann ein erster Spaziergang zur Kathedrale Santa Maria de Regal. Der Sandstein glüht im Licht des Spätnachmittags. Innen öffnet sich ein luftiger Kirchenraum, in dem die Lichter der farbigen Glasfenster tanzen.

Am nächsten Tag lassen wir uns einfach treiben. León ist Studentenstadt und voller Leben. Nach einer Führung im Parador mischen wir uns im „feuchten Viertel“ unters feierlustige Volk.

Was für ein Leben in der lauen Sommernacht! In León sind wir sicher, dass wir den richtigen Zeitpunkt für unser Reise gewählt haben. Im Frühjahr kann es in Kastilien noch recht frisch sein. Wie schön, sich an diesem Sommerabend im August durch die Tapasbars zu snacken!

Unter Pilgern am Rabanalpass

Ob die Pilger auf ihrem Weg durch die Montes de Léón und über den Rabanalpass noch Augen haben für die Landschaft? Uns begegnen unzählige Menschen mit Rucksack, Pilgerstab und Jakobsmuschel. Mit Wanderstiefeln, aber auch mit Fahrrädern sind sie unterwegs. Allein, zu zweit, in Gruppen. Ein bisschen verächtlich schauen sie uns an, bilde ich mir ein, als wir mit dem Auto vorm Pilgergasthaus vorfahren.

Ein kleines Stück zumindest wollen wir auch zu Fuß auf dem Camino laufen. Vom Dorf Castrillo de los Polvazares mit seinen Granithäusern sind es ein paar Kilometer zum Cruz de Ferro am Rabanalpass. Es ist ein Ritual, hier einen Stein abzulegen. Viele hinterlassen noch ganz anderen Sachen: Plüschtiere, Schuhsohlen, Socken, Muscheln und Herzchen. Auf dem gleichen Weg „pilgern“ wir zurück. Die Nacht verbringen wir im ländlichen Parador in Monforte de Lemos, einem ehemaligen Kloster mit modernem Design.

Kap Finisterre – ans Meer und ans „Ende der Welt“

Nächste Station wäre Santiago, aber den Höhepunkt heben wir uns für zuletzt auf. Zunächst geht es ans Meer, zum sturmumtosten Kap Finisterre, wo der Jakobsweg offiziell endet. Die Römer glaubten, dass die Welt hier zu Ende sei: „finis terrae“.

Einst war der steinige Weg die letzte Bußübung für die Jakobspilger. Bis heute wird die raue See vor Galicien Schiffen zum Verhängnis. Die schwarz-klebrigen Ölreste des 2002 haverierten Tankers Prestige sind aber längst verschwunden.

Wir bleiben zwei Nächte an der wilden Westküste – in einem sympathischen Turismo Rural (ländliche Unterkunft) –, um uns nach soviel Kunst und Kultur ein bisschen durchpusten zu lassen. Die Küste zeigt sich mit ihren weißen Stränden und kleinen Buchten während unserer Reise gemütlich und im schönsten Licht. Hingucker in den Dörfern sind Hórreos, typische Getreidespeicher der Region.

Nach dem Strandspaziergang laben wir uns im Fischerort Muros an Muscheln zum galicischen Weißwein. Die Miesmuschelbänke liegen direkt in der Bucht, frischer geht’s nicht.

Das Finale des Jakobswegs: Santiago de Compostela

Am Ziel! Santiago de Compostela ist eine Stadt wie eine Theaterkulisse – mit dem heiligen Jakobus als Superstar und einer Statistenschar aus Pilgern, Studenten, Straßenmusikern und Touristen. Ergreifend, wie sich die Pilger nach ihrem langen Fußmarsch in den Armen liegen! Wie sie mit wunden Füßen geduldig anstehen, um die Heilige Messe zu erleben. Oder auch einfach nur das Beweisfoto per Smartphone an die Daheimgebliebenen schicken.

Natürlich stellen auch wir uns in die Schlange und warten geduldig, um dem Heiligen die Ehre zu erweisen und eine Show der Superlative für alle Sinne zu erleben. Als Kulisse die grandiose Architektur der Kathedrale, die eine ganze Kompanie an Kirchenmännern und -frauen mit Orgelklängen, Chorälen und Weihrauchschwaden zum Leben erwecken. Raum und Musik verschmelzen zu einem Gesamtkunstwerk.

Abends betten wir die müden Häupter im Parador Hostal dos Reis Católicos direkt neben der Kathedrale. Ein ehemaliges Pilgerhospiz der Katholischen Könige Isabella und Ferdinand. Das Glamour-Paar, das Spanien 1492 endgültig den Mauren entriss und Kolumbus auf seine Entdeckerreise schickte.

Am nächsten Tag lassen wir uns durchs Pilgerleben treiben, gönnen uns eine Portion vom butterweichen Pulpo a la Gallega (Oktopus) und danach ein Stück Tarta de Santiago, galicische Mandeltorte, zum Kaffee. Ein wunderbares Finale unseres Roadtrips auf dem Jakobsweg.

Offenlegung: Wir haben die Reise selbst organisiert – und selbst bezahlt. Trotzdem enthält der Text natürlich Werbung für die Region, indem ich darüber schreibe.

Wer Unterstützung bei der Organisation sucht – Rundreisen mit Übernachtung in Paradores auf dem Jakobsweg bieten viele Veranstalter an. Mit ein bisschen Glück kannst du in den Paradores Schnäppchen machen, gerade für ältere Reisende gibt es häufig Rabatte.

Lesestoff

  • Marion Golder, Nordspanien und der Jakobsweg, Dumont Reiseverlag. Gut recherchierter Führer zu Nordspanien mit allen Highlights entlang des Jakobswegs.
  • Eine Seite, die gespickt ist mit Infomationen zum Jakobsweg: www.jakobsweg.de

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4 Kommentare

  • Gabriele Tröger
    8. Mai 2021 at 9:14

    Liebe Elke, das trifft sich ja gut! In der Tat wollen wir im Herbst in die Ecke. Geplant ist ein Roadtrip von Berlin nach Porto, von dort mit dem Flieger auf die Azoren (Recherche) und dann wieder zurück nach Berlin. Werden uns zwei Monate Zeit nehmen und hoffen jetzt einfach mal, dass alles klappt. Auf jeden Fall werden wir uns bestimmt den einen oder anderen deiner vorgestellten Orte anschauen. Toll! Viele Grüße von Gabi und Michael

    Antwort
    • Elke
      8. Mai 2021 at 9:25

      Liebe Gabi,
      das klingt ja nach einem tollen Plan! Mit so viel Zeit könnt ihr natürlich richtig viel am Wegesrand entdecken. Wird bestimmt eine super Reise!
      Liebe Grüße
      Elke

      Antwort
  • Svetlana Eremenko-Wagener
    9. Mai 2021 at 14:27

    Liebe Elke, du hast mir einen Moment des Glücks beschert! Mein Fernweh ist sooooo groß! Und das mir die Schmerzen gelindert.
    Ich war heute wieder mit dir auf dem Jakobsweg unterwegs. Danke!

    Antwort
    • Elke
      9. Mai 2021 at 15:44

      Liebe Svetlana,
      wie schön, dass ich dein Fernweh ein bisschen lindern konnte ;-). Ich wünsche dir, dass du bald wieder reisen kannst!
      Liebe Grüße
      Elke

      Antwort

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