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Europa / Spanien

Zwischen Feuerberg und grüner Küste – Teneriffa für Individualisten

Teneriffa für Individualisten: Streetart in Puerto de la Cruz

Teneriffa, die größte Kanareninsel, ist natürlich kein Geheimtipp. Aber die meisten Besucher zieht es an die Strände im sonnigen Südwesten – so bleibt in anderen Regionen der Insel viel Platz für Entdeckungen. Hier geht es um das Teneriffa für Individualisten. Wie finde ich den Standort, der zu mir passt? Und welche Ausflüge lohnen sich? Den Teide-Nationalpark, das Teno-Gebirge oder Anaga-Gebirge, hübsche Kolonialorte und traumhafte Aussichtsplätze kannst du auf Ausflügen mit dem Mietwagen oder den Inselbussen erkunden. Ein Tipp für Kenner: die Inselhauptstadt Santa Cruz, die nach einem Facelift mit kühner Architektur und spannendem Kulturleben lockt.

Finca inmitten von Bananenplantagen an der Nordküste Teneriffas
Finca inmitten von Bananenplantagen an der Nordküste Teneriffas

Die Kanareninsel der großen Vielfalt

Der Vulkan Teide scheint über den Wolken zu schweben. Seinen bildschönen Kegel schiebt er majestätisch 3715 m hoch in den kanarischen Himmel. Feuerberge schufen die Insel vor Urzeiten, und ihre Auswürfe modellierten sie immer mal wieder neu. Lavabrocken diverser Ausbrüche formten zum Beispiel die faszinierende schwarze Nordküste der Insel. Der Teide ist, entstanden vor rund 170 000 Jahren, fast noch ein Jüngling, der aber alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Ringsum findet sich im Inselherzen eine faszinierende orangerote Mondlandschaft.

Abendstimmung an der Nordküste Teneriffas mit Teide
Abendstimmung an der Nordküste Teneriffas mit Teide

„Teneriffa ist die landschaftlich vielfältigste der Kanareninseln. Auf keiner der Inselschwestern kann man innerhalb eines Tages so viele Landschaften und Klimazonen erkunden,“ verrät Uwe Knüpfer. Der deutsche Journalist, der seit mehr als zwanzig Jahren einen Teil des Jahres auf der Insel verbringt, schreibt gerade an seinem dritten Teneriffa-Krimi. Unter dem Pseudonym Armand Amapolas lässt er auf der Ferieninsel morden und verrät nebenbei so manches Detail aus dem Teneriffa-Alltag. „Die Kulturinsel der Kanaren ist Teneriffa außerdem“, ergänzt der Inselkenner. Es gibt viel zu entdecken.

Teneriffa für Individualisten: Garachico und die Westküste

Der Dorfplatz des Kolonialorts Garachico, im 15. Jahrhundert gegründet, mit Kirche, zwei Bars und mächtigen Lorbeerbäumen ist am Neujahrsabend voller Menschen – Einheimische meist, ein paar Teilzeit-Tinerfeños aus Mitteleuropa, die Häuser auf der Insel besitzen, fast keine Touristen. Anwohner verkaufen an Ständen Kuchen und Likör, Kinder schlecken Eis und spielen Verstecken, während auf der Bühne die Big Band de Canarias und ein paar Solisten einheizen. Das Publikum wippt und klatscht zur Musik und begrüßt das neue Jahr.

Teneriffa für Individualisten: Neujahrskonzert in Garachico
Teneriffa für Individualisten: Neujahrskonzert in Garachico

Für viele ist Garachico, auf dem Weg zum Teno-Gebirge gelegen, der schönste Ort an der Nordküste. Mit ein paar sakralen Gebäuden wie die Pfarrkirche Iglesia de Santa Ana und das ehemalige Kloster San Francisco. Zusammen mit kolonialen Herrenhäusern erinnern sie an die große Zeit des Ortes – das 16. und 17. Jahrhundert –, als man von Garachicos Hafen aus Zuckerrohr in alle Welt verschiffte. Lavamassen verschütteten ihn 1706, und die Stadt versank in Bedeutungslosigkeit. Ein Glück für Urlauber heute, denn Bausünden suchst du vergeblich.

Wenn kein Event angesagt ist, spielt sich an der Plaza de la Liberdad vor historischer Kulisse der kanarische Alltag ab. Dann kannst du nach dem Aperitivo unter schattigen Lorbeerbäumen zum kleinen Hafen schlendern, wo sich die Inseljugend vor modernen Skulpturen zu Selfie-Sessions trifft. Meerwasserpools im Lavagestein ersetzen in Garachico die fehlenden Sandstrände. Große Hotels haben an der zerklüfteten Küste glücklicherweise keinen Platz. So ist Garachico ein Ziel für Individualisten mit Unterkünften voller Flair und gemütlichen Lokalen geblieben.

Übernachten in Garachico

Flair: La Quinta Roja: In den einstigen Adelspalast zog ein Hotel mit 20 Zimmern ein, das modernen Komfort und historisches Ambiente vereint. Toller Innenhof zum Relaxen.

Mittel: Hotel Rural El Patio: Die Finca mit stilvollen Zimmern und Pool liegt zwischen Küste und Bananenhainen. Ein charmantes Haus in zentraler Lage: Gara Hotel mit Sonnenterrasse auf dem Dach. Perfekt für Wanderer: Casa Madera in einem Dorf im Teno-Gebirge, eine wunderbare kleine Finca mit Terrasse und Blick auf Teide und Atlantik.

Ausflüge in den Westen Teneriffas

Ein Ausflug führt ins Bergdorf Masca mitten im dramatischen Teno-Gebirge, wo sich die Felsen tollkühn in den Himmel recken. Schwindelerregend schraubt sich die Straße in vielen Kurven ins Tal, wo die meisten Besucher – auch die Ausflugsbusse aus den Urlauberzentren – in den Lokalen am oberen Ortsrand hängen bleiben.

Wenn du weiter nach unten steigst, entgehst du dem Rummel und kannst dir auf der Terrasse der Bar Blanky/Casa Fidel leckere Tapas und das umwerfende Kaktus-Eis schmecken lassen. Und natürlich den Blick in die Umgebung genießen, wo die Vegetation mehrerer Klimazonen aufeinandertrifft: Kakteen und Agaven, Palmen und Mandelbäume. Masca ist aber auch Ausgangspunkt für spektakuläre Wanderungen.

Zurück nach Garachico fährst du über Teno und landest in Buenavista del Norte mit einem Golfplatz der Superlative und der Bar El Burgado, einem wunderbaren Platz für den Sunset hinterm Teno-Gebirge. Oder du fährst weiter nach Süden in die Felsenlandschaft von Los Gigantes mit einem tollen Meerwasserpool in den Lavafelsen und dem ehemaligen Fischerort Puerto Santiago mit der schwarzen Playa de la Arena. Dort kommt in den Lokalen frischer Fisch auf den Teller, zum Beispiel im Fischlokal Pancho

Felsenpools in Los Gigantes
Felsenpools in Los Gigantes

Teneriffa für Individualisten: Puerto und der grüne Norden

Grün und fruchtbar mit terrassierten Weingärten und Obstplantagen hinter den Steilküsten präsentiert sich die Nordküste. Hoch über dem Orotavatal – für Alexander von Humboldt das schönste Tal der Welt – thront La Orotava. In der eleganten kleinen Stadt zwischen Berg und Meer weht immer ein frisches Lüftchen, und das hübsche Ensemble von Häusern im kanarischen Stil lädt zu Spaziergängen ein. Aber auch auf einen Drink oder ein Abendessen mit Blick auf die Küste kommen Einheimische wie Besucher hierher, z.B. ins Bodegón Las Vistas. Der Hit sind die gemischten Grillplatten. In der angesagten Bar, die angegliedert ist, genießt du den Blick über die Küste bis zum Teide.

Puerto de la Cruz – das Urlauberzentrum des Nordens

Puerto de la Cruz war ursprünglich der Hafen von La Orotava. Im 19. Jahrhundert entdeckte der britische Adel den Ort, der sich langsam zum größten Ferienzentrum des Nordens entwickelte. Den ganz großen Boom verhinderte glücklicherweise die Felsküste, die wenig Platz für Hotels ließ. Ein paar Bausünden ragen seit den 1970ern am Hafen auf, ansonsten findest du noch viel Flair in den Gassen mit mächtigen kanarischen Baumriesen, Häusern im Kolonialstil und kleinen Tapas-Bars. Oder im einstigen Fischerviertel Punta Brava mit seinen bunten Würfelhäusern.

Die schicken Schwimmbecken am Meer, die der kanarische Meisterarchitekt César Manrique designte, ergänzen die schwarzsandigen Strände, unter denen der Playa Jardin – mit Vulkansand aus dem Meer aufgeschüttet – der schönste ist. Abends sitzt du wunderbar in der Café-Bar Agora (Plazeta de Benito Perez Galdos 6) am romantischen Palmenplatz bei Tapas und Live-Musik.

Spazierwege mit grandiosen Ausblicken führen von Puerto aus an der Küste entlang. Kurz und gut: Puerto ist das perfekte Urlaubsziel für alle, die Strandurlaub mit Ausflügen ins Hinterland.

In Richtung La Laguna liegt El Sauzal mit der Casa del Vino de Tenerife, die über den Weinanbau auf der Insel informiert. Nach Weinprobe und einem Spaziergang durch den wunderbar verwilderten Parque de los Lavaderos kannst du in der Bar Terrazas del Sauzal einkehren mit guter Küche und grandiosem Küstenblick.

Übernachten in Puerto de la Cruz und Orotava

Mittel: Hotel Monopol – traditionsreiches Haus im Kolonialstil mitten im Zentrum. Ein dickes Plus: die Terrasse mit Pool und Meerblick.

Gehoben: Einen Spaziergang vom Ort entfernt: Hotel Maritim. Von außen keine Schönheit, aber die Blicke aufs Meer sind gigantisch. Mit mehreren Pools. Die schöne Playa Jardin und das einstige Fischerviertel Punta Brava mit seinen bunten Würfelhäusern auf einem Felsvorsprung sind nur einen kurzen Spaziergang entfernt. 

Flair: Hotel Rural Orotava. Ehemaliges Herrenhaus im altkanarischen Stil aus dem 16. Jh. mit sieben Zimmern, die sich um einen Innenhof gruppieren. 

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Teneriffa für Individualisten: Bergorte und Ausflugsziele für Wanderer

Wenn du den Urlaub am liebsten in Wanderschuhen verbringst, solltest du dein Quartier im Bergland aufschlagen, wo die spektakulärsten Wanderrouten liegen. Zwischen Weinbergen, die sich der Sonne entgegenrecken, und den Kiefernwäldern des Teide-Nationalparks liegt Vilaflor. In 1400 m Höhe ist es im Sommer nicht zu heiß und auch in den Wintermonaten tagsüber oft frühlingshaft warm. Ein hübsch restaurierter Ort mit netten kleinen Unterkünften und volkstümlicher Gastronomie. Deftige Bergküche serviert das El Rincón de Roberto in urigem Ambiente, an kühlen Abenden am Kaminfeuer. Vilaflor ist auch Ausgangspunkt für die Wanderweg zur einzigartigen Mondlandschaft (5 Stunden), die Wind und Wetter aus dem weißen Tuffstein meißelten und die du nur zu Fuß erreichen kannst. 

Ein weiter attraktiver Standort hoch über der Küste ist Arona in 500 m Höhe – ein bisschen größer als Vilaflor, aber immer noch sehr entspannt. Wie eine Fata Morgana liegen die großen Feriensiedlungen unterhalb an der Küste – die Hochhausschluchten von Los Christianos und die Endlos-Apartmentsiedlungen von Adeje, die bis in die Berge klettern. Wenn du Lust auf Rummel und ein Bad im Meer hast, bist du schnell am Strand und genießt abends wieder Bier und Tapas in der Dorfkneipe unter Einheimischen.

Übernachten in Vilaflor

GehobenHotel Spa Villalba – gediegenes Berghotel mit Blick, Pool und Spa. 

Günstig: Das rustikale Landhotel Nogal hat ein großes Herz für Wanderer und einen Pool.

Wanderparadies Teide-Nationalpark

Ab Puerto de la Cruz schraubst du dich rund 30 km Kurve für Kurve bis auf 2000 m in den Nationalpark hinauf, der inmitten einer riesigen Caldera liegt. Morgens wabern Nebel durchs Bergland, von einem Vulkan weit und breit keine Spur. Bis plötzlich der Himmel aufreißt und eine überirdische Landschaft enthüllt: Zwischen rotbraunen Gesteinsfeldern und zerklüfteten Lavazacken, die in der Sonne glühen, blühen im Mai Natternköpfe, die an rote Zwergenmützen erinnern und nur auf Teneriffa wachsen. Majestätisch erhebt sich darüber der Teide

Du kannst zwischen zahlreichen markierten Wanderwegen im Nationalpark wählen, die zwischen drei und 15 km lang sind. Eindrucksvoll ist die Tour Roques de Gracia (2 Std.) ab dem Parador – vorbei an fantasievollen Felsgebilden wie einer Kathedrale aus Lavastein. Den Gipfelsturm auf den Vulkan können auch Ungeübte wagen – die Hauptarbeit übernimmt nämlich eine Seilbahn ab der Talstation in 2350 m Höhe. Unbedingt vorbuchen! Vor Ort gibt es keine Tickets. Dann sind es von der Bergstation nur noch 200 m bis zum Gipfel mit herrlichem Blick über Teneriffa und bis zu den Nachbarinseln. Aber gerade die Gipfelbesteigung ist streng reglementiert und oft Monate im Voraus ausgebucht.

Im Parador kannst du übernachten und kanarische Spezialitäten wie Ziegenfleisch oder Kaninchenfleisch in Kräutersauce schlemmen. Nachts lohnt der Blick in den Sternenhimmel, der fern von Luft- und Lichtverschmutzung hier oben grandios ist. 

Roadtrip ins Anaga-Gebirge: Der wilde Osten

La Laguna ist Ausgangspunkt für einen spektakulären Tagesausflug ins Bergland, für den zumindest im Winterhalbjahr ein Pullover ins Gepäck gehört. Erster Stopp ist der Mirador de Jardina, ein Aussichtspunkt mit Blick auf eines der schönsten Teneriffa-Motive: die grüne Hochebene von La Laguna mit ihren bunten Würfelhäusern und dem Teide im Hintergrund. Am Mirador Cruz del Carmen nehmen mehrere Wanderwege (15 Min. bis 1 Std.) durch den Lorbeerwald, eine einzigartige kanarische Vegetationsform, ihren Ausgang.

Dann nimmst du den Abzweig Richtung Küste und windest dich durch das Bergland bis Chinamada, wo schon die Guanchen, die ersten Bewohner der Insel, Höhlen in den Fels gruben. Hier leben heute noch eine Handvoll Bauern und bewirtschaften wie in alter Zeit mit einfachen Hilfsmitteln Terrassen mit Gemüse. Du kannst dir die Küste erwandern und dann im urigen Höhlenlokal La Cueva („die Höhle“) einkehren. Gestärkt kannst du auf dem Weg in den Süden an die Küste hinunterkurven zur Badepause an der Playa de las Teresitas (s. La Laguna und Santa Cruz). Am Wochenende, wenn die Hauptstädter zum Baden fahren, allerdings keine gute Idee.

Teneriffa für Individualisten: Koloniales La Laguna, trendiges Santa Cruz

Zwei Städte, die fast zusammengewachsen sind: die alte Hauptstadt La Laguna und die heutige Kapitale Santa Cruz, die sich in den letzten Jahren aufgehübscht hat. Die Stadtväter nahmen Geld in die Hand und verpflichteten Stararchitekten, die der Stadt Charakter verliehen. Herzog & de Meuron bauten die stylische Bibliothek, Calatrava unter anderem das Auditorio de Tenerife im Hafen – das viel besuchte Konzerthaus. Seine weißen Schuppen glitzern in der Sonne und erinnern – passend zur Karnevalshochburg Teneriffa – an eine Narrenkappe. Das Bistro GastroMag vor dem Konzerthaus ist der perfekte Platz, um die letzten Sonnenstrahlen des Tages bei einem Vino und ein paar Tapas einzufangen. 

Der Blick fällt von dort aus aufs Palmetum, den Palmengarten, der einst ein Müllberg war. Heute beherbergt er die größte Palmensammlung Europas mit Gewächsen aus aller Welt. Aber auch ein Spaziergang durchs Zentrum von Santa Cruz lohnt. Die wieder herausgeputzte Altstadt ist heute Ausgehviertel, in beliebten Wohnvierteln im Zentrum treffen sich architektonisch Belle Epoque und Jugendstil.

Koloniales La Laguna

Die Straßenbahn bringt Besucher in 15 Minuten bequem nach La Laguna, die alte Hauptstadt und Studentenstadt der Insel, die kühle 700 m höher liegt. Die Altstadt, die zum UNESCO-Welterbe zählt, schmücken Adelspaläste, Kirchen und Klöster mit Kreuzgängen, die heute teilweise Galerien beherbergen. Historisches Ambiente, Tapas-Bars an jeder Ecke und ein buntes Volk machen das Flanieren zum Vergnügen.

Vorbei am Hafen von Santa Cruz geht es zum Hausstrand der HauptstädterPlaya de las Teresitas, 10 km nördlich. Lang, breit, goldgelb, mit Saharasand aufgeschüttet, ist er für viele der schönste der Insel überhaupt. Wellenbrecher halten die Brandung ab und sorgen für gefahrenloses Schwimmen. Familien gleiten mit ihren SUPs durchs flache Wasser, während Frachtschiffe am Horizont auf Rede liegen. Kleine Strandlokale servieren frischen Fisch zum Mittagessen. Am Wochenende wird es allerdings richtig voll.

Playa las Teresitas – Hausstrand von Santa Cruz
Playa las Teresitas – Hausstrand von Santa Cruz

Übernachten in La Laguna

Flair: Hotel Laguna Nivaria Elegantes, stilvoll renoviertes Stadthaus aus dem 16. Jahrhundert am Rand der Altstadt von La Laguna.

Günstig: Ein farbenfrohes Hostel im Herzen von La Laguna: B&B La Laguna mit schlichten Zimmern.

Was du auf Teneriffa nicht verpassen solltest

  • Die Weine der Insel sind ausgezeichnet, du findest sie auf den Karten vieler Restaurants. Einfach nach „Vino Tenerife“ fragen. 
  • Von Puerto de la Cruz ein Stück an der Steilküste entlangwandern (Absperrungen wegen Steinschlag beachten!). Oder dir am Mirador St. Pedro in der gleichnamigen Panoramabar zur grandiosen Aussicht die Käseplatte und einen Vino schmecken lassen.
  • Einen Drink mit Aussicht über die Küste bis zum Teide genießt du in der Bar des Bodegón Las Vistas.
  • Nach dem Abendessen in Garachico unbedingt ein Eis in der Heladeria El Abuelo holen – für viele die beste Eisdiele der Insel – und am Hafen entlang flanieren.
  • In einem der Naturpools aus Lavagestein baden – zum Beispiel in Puerto de Santiago bei Los Gigantes.
  • 6 Auf dem Bauernmarkt in Tegueste, dem schönsten Open-Air-Markt Teneriffas, einkaufen (Sa/So 8–14 Uhr). 

Teneriffa für Individualisten: Infokasten

Anreise

Mehrere Fluggesellschaften fliegen von deutschen Flughäfen aus regelmäßig nach Teneriffa-Süd oder Teneriffa-Nord. Busse verbinden außerhalb der Pandemie mindestens 1 x stündlich die beiden Flughäfen mit den wichtigsten Inselorten. Derzeit solltest du dich vor der Anreise informieren.

Klima & Reisezeit

Wie alle Kanarischen Inseln ist Teneriffa ein Ganzjahresziel mit meist angenehm frühlingshaften Temperaturen. Hauptsaison ist eindeutig das Winterhalbjahr, wenn die Temperaturn im Schnitt 20 bis 25 Grad erreichen. Kühlere Tage wechseln mit Tagen, die perfekt für den Strand sind. Zwischen Juni und Oktober misst man 26 bis 30 Grad. Der kleine Wehmutstropfen im grünen Norden: das Grün kommt nicht von ungefähr, Regenwolken lassen sich öfter mal blicken. Die regenreichsten Monate sind Dezember und Januar. Zwischen Mitte März und Mitte Mai finden Wanderer die idealen Bedingungen vor. Davon abgesehen hat die Insel des ewigen Frühlings immer Saison.

Unterwegs auf der Insel

Zur Erkundung der Insel im eigenen Tempo empfiehlt sich ein Mietwagen, den man am besten schon zuhause anmietet. Eine günstige Alternative sind die Inselbusse, die die wichtigsten Orte mehrmals am Tag preisgünstig verbinden (z.B. Santa Cruz – Puerto da la Cruz 5,25 €). Die grünen „Guaguas“, wie die Kanarios die Busse nennen, fahren beinahe rund um die Uhr. Die praktische Travel Card für beliebig viele Fahrten kostet 10 €/Tag, 50 €/7 Tage).

Unterkunft 

Du findest auf der Insel die gesamte Bandbreite, darunter natürlich auch klassische Badehotels, die du am besten über Veranstalter buchst. Ideal für Individualtouristen: ehemalige Herrenhäuser in den Städten (ab ca. 80 € DZ) sowie Landhäuser (Casas Rurales, Häuser für 2 Personen ab ca. 60 €/Nacht) für jeden Geldbeutel und natürlich jede Menge Ferienapartments und Studios (ab ca. 35 €/Nacht).

Essen & Trinken

Klassiker der Inselküche sind deftige Eintöpfe und Suppen wie Ropa Vieja mit verschiedenen Fleischresten oder Garbanza, Kichererbseneintopf. Zicklein (Cabrito) wird gerne in einer Soße aus Wein und Kräutern gegessen, ähnlich wie Kaninchen (Conejo Salmorejo), begleitet von Runzelkartoffeln (papas arrugadas) und pikanter Sauce. Aber auch Grillfleisch, Grillfisch und Tapa-Varianten sind beliebt. 

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Teneriffa, Michael Müller Verlag, 2020

Tolle Tipps und viel Hintergrundwissen findest du im Onlinemagazin Mein Teneriffa“.

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4 Kommentare

  • Karin Schuh
    27. August 2021 at 9:37

    Vielen lieben Dank für den tollen Artikel. Ich wohne zwar schon viele Jahre hier auf der Insel, habe aber eine Menge Neues erfahren dürfen. Ein interessant geschriebener Artikel mit Mehrwert, in dem nichts fehlt.
    Bin gespannt auf die erweiterten Artikel über die Kanaren.

    Antwort
    • Elke
      27. August 2021 at 9:39

      Liebe Karin,
      freut mich, wenn dir der Artikel gefallen hat!
      Liebe Grüße
      Elke

      Antwort
  • Renate
    30. August 2021 at 22:32

    Liebe Elke,
    Herzlichen Dank für den tollen Überblick über die vielen Möglichkeiten als Individualtourist auf Teneriffa. Wir waren mal auf Stippvisite in La Laguna. DIe Stadt hat mir sehr gut gefallen. Sie hat so viel Charme, eine sehr ansprechende Architektur und viele Museen. Auch Puerto de la Cruz hätte ich mir gut für einen längeren Urlaub vorstellen können. Ich hoffe vielleicht im nächsten Jahr mal zwei bis drei Wochen auf Teneriffa bleiben zu können.
    Liebe Grüße
    Renate

    Antwort
    • Elke
      31. August 2021 at 7:25

      Liebe Renate,
      ich war auch überrascht vom Charme der Insel abseits der Touristenghettos. Und das tolle Klima! Im nächsten Winter bliebe ich auch länger und kürze den mitteleuropäischen Winter etwas ab …
      Liebe Grüße
      Elke

      Antwort

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