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Sri Lankas Norden und Osten – von Jaffna bis Trincomalee

Sri Lankas Norden: Eisverkäufer in Jaffna

Bonbonfarbene Hindutempel ragen in Sri Lankas Norden und Osten in den Himmel, während in weiten Teilen des Landes schneeweiße buddhistische Dagobas Städte und Dörfer prägen. In Jaffna und Umgebung fühlst du dich eher wie beim großen Nachbarn Indien. Kein Wunder: Die sri-lankische Hauptstadt Colombo ist von Jaffna zehnmal so weit entfernt wie die südindische Küste. Und hier leben wie im Süden Indiens vor allem Tamilen. 

Ich nehme dich mit auf eine Reise durch das unbekannte Sri Lanka – von Jaffna, wo Besucher noch Exoten sind, bis an die bildschöne Ostküste. Zwei Regionen der Tropeninsel, die erst seit Ende des Bürgerkriegs 2009 wieder zu bereisen sind. Mit vielen Reisetipps und den aktuellen Corona-Einreisebestimmungen für Sri Lanka.

Sri Lankas Norden: Götterparade am Hindutempel
Sri Lankas Norden: Götterparade am Hindutempel

Dumpfe Trommeln und schrille Flöten in ohrenbetäubender Lautstärke eröffnen die Tempelzeremonie. Die Götter müssen taub sein, denke ich. Der Priester entzündet Fackeln, um die knallbunten Götterbilder zu erleuchten und für einige Minuten zum Leben zu erwecken. Eine kleine Prozession zieht sich durch den Nallur Kandaswamy Kovil, das bedeutendste Hinduheiligtum Jaffnas und der gesamten Nordprovinz.

Kleiner Tempel-Knigge: Beim Besuch der Hindutempel im Norden Sri Lankas müssen Besucher die Schuhe ausziehen, Frauen außerdem Knie und Schultern bedecken. Männer müssen den Oberkörper entblößen. Fotografieren ist verboten.

Der Kriegsgott Skanda alias Murugan, der eigenwillige Sohn des mächtigen Gottes Shivas, steht im Zentrum der Verehrung. Wie auf Kommando werfen sich Männer zu Boden, Frauen strecken die Hände zum Himmel. 20 Minuten, dann ist der Zauber vorbei. Dunkle Gesichter strahlen mich an: „Foto, Madam?“ Gegenseitig fotografieren wir uns mit unseren Smartphones.

Herzlich begegnen die Menschen den Reisenden, denn Fremde sieht man noch selten in Jaffna. Sporadisch kleine Reisegruppen, ein paar versprengte Traveller. Der Banana Pancake Trail reicht noch nicht bis in Sri Lankas Norden.

Wie durch ein Wunder blieb der Tempel während des Bürgerkriegs, der auf der Tropeninsel Sri Lanka mehr als 25 Jahre lang wütete, verschont. Erst seit 2009 schweigen die Waffen und der tamilische und der singhalesische Teil der Insel wachsen langsam wieder zusammen.

Jaffna, Metropole in Sri Lankas Norden

Ich ahne, dass Jaffna vor dem Krieg eine Schönheit war. Danach zog man Neubauten schnell und billig im internationalen Allerweltstil hoch. Die Vegetation hat manche Ruine einstiger kolonialer Pracht überwuchert. Das Jaffna-Fort stammt noch aus portugiesischer Zeit, es ist heute vor allem ein beliebter Aussichtspunkt mit Blick auf die Stadt und die Lagune. An die britische Ära erinnert eine wahre Perle: die Jaffna Public Library – ein Symbol für den Konflikt zwischen den beiden Volksgruppen der Singhalesen und Tamilen. 1981 brannten radikale Singhalesen den Stolz der Jaffna-Tamilen bis fast auf die Grundmauern nieder, das Feuer zerstörte 100 000 kostbare Palmblattmanuskripte. Seit der Wiedereröffnung vor einigen Jahren erstrahlt die Bibliothek, die mich entfernt an einen Maharaja-Palast erinnert, wieder blendend weiß. 

Mit dem Frieden kehrte auch die Lebensfreude nach Jaffna zurück. Anmutig schreiten Frauen in ihren Saris durch die Straßen, junge Männer fahren ihre Liebsten auf den Lenkstangen ihrer Fahrräder spazieren. Schulmädchen in weißen Uniformen, die dunklen Zöpfe zu Affenschaukeln gebunden, stecken die Köpfe zusammen und stehen beim Eisverkäufer Schlange.

Ein uralter Konflikt zwischen Tamilen und Singhalesen

Nach der Unabhängigkeit Sri Lankas von der Kolonialmacht Großbritannien wurde Jaffna Zentrum des tamilischen Widerstands gegen die Regierung in Colombo, die die buddhistischen Singhalesen klar bevorzugte und den Konflikt zwischen den beiden Hauptethnien des Landes schürte. Im Bürgerkrieg stand die Stadt – bis 1995 Sitz des Hauptquartiers der paramilitärischen Freiheitsorganisation LTTE (Liberaton Tigers of Tamil Eelam) – immer wieder in der Schusslinie. 

Die Tamil Tigers waren Erfinder des Selbstmordattentats und einst die wohl schlagkräftigste Guerilla-Armee der Welt. Velupillai Prabhakaran, der charismatischer Kopf der „Tiger“, scharte in seinem Dschungelcamp eine kampfstarke Truppe um sich. Die LTTE kämpfte für einen unabhängigen Tamilenstaat auf sri-lankischen Boden. Nach mehr als 25 Jahren des bewaffneten Kampfes mussten sich die Tiger 2009 jedoch den Regierungstruppen ergeben.

In Jaffna, der Metropole im Norden Sri Lankas – einst zweitgrößte Stadt des Landes lebt heute nur noch ein Viertel der einstigen Bevölkerung. Wohlhabende und gebildete Tamilen suchten Zuflucht im Ausland. 

Auf dem Markt schwatzen Käufer und Händler munter miteinander. An den Ständen stapeln sich die berühmten Jaffna-Mangos neben Ananas, Bananen, Fisch, Meeresfrüchten und Gewürzen. Und neben den Vitaminbomben warten Poster hinduistischer Gottheiten und bunte Seidenstoffe auf Käufer. Der Supermarkt um die Ecke, kürzlich eröffnet, steht für eine neue Zeit. Bisher schieben jedoch nur wenige Besserverdiener ihren Einkaufskorb an Regalen mit Luxusgütern vorbei. 

Aus den Straßenlokalen duftet es nach würzigen indischen Snacks. Im den kleinen Restaurants habe ich die Wahl zwischen dünnen Pfannkuchen und dicken Fladen – jeweils mit Kokos-Chutney und chilischarfer Currysauce, serviert auf einem Bananenblatt und ohne Besteck. Eine Kunst für sich, die soßigen Fladen unfallfrei in den Mund zu schnippen. Der Keller wiegt sanft seinen Kopf und drückt der hilflosen Westlerin einen Löffel in die Hand. Die Schärfe treibt mir Tränen in die Augen, aber das Aromenfeuerwerk im Nachklang lässt mich direkt in den Genießerhimmel der Gewürzinsel schweben.

Sri Lanka liegt auf der historischen Route der Gewürze. Ceylon-Zimt gehört bis heute zu den wichtigsten Exportartikeln der Insel. Die sri-lankische Küche, die international wenig bekannt ist, gehört zu den besten vegetarischen Küchen der Welt.

Sri Lanka Norden: die Inselwelt vor Jaffna

Ein paar größere und kleinere Inseln schwimmen in der Palk-Straße, die Sri Lanka und Indien trennt, und laden zum Insel-Hopping einRosa Flamingos und Buntstörche staken zusammen mit den Fischern durch die seichte Lagune beiderseits des Damms zur Insel Kayts. Ein Vogelparadies und eine beschauliche kleine Welt. Viele der Häuser sind verfallen – verlassen während des Kriegs. Doch die Göttertürme der kriegszerstörten Tempel wachsen nach und nach wieder in den Himmel. 

Sri Lankas Norden: Fahrt durch die Lagune
Sri Lankas Norden: Fahrt durch die Lagune

Nach Nainativa nehme ich das Boot, auf dem sich weiß gekleidete buddhistische Pilger und buntgewandete tamilische Gläubige mischen. Lakshita und seine Familie sind Buddhisten mit Wohnsitz in Kandy, der Stadt des heiligen Zahns. Nainativa stand auf seiner Liste der Pilgerziele schon lange ganz weit oben – schließlich hat Buddha persönlich bei seinem zweiten Besuch auf Sri Lanka auf der kleinen Insel missioniert. Daran erinnert das Heiligtum Nagadipa Raja Maha Vihara mit seiner schneeweißen Dagoba und einem uralten Bodhibaum, das während des Bürgerkriegs vergeblich auf Besucher wartete.

Ältere Damen strömen mit Lotusblüten in den Händen dem Heiligtum entgegen, Lakshita und seine Familie haben Gaben für die Mönche des angegliederten Klosters dabei. Eine Gruppe von Studenten dokumentiert mit Selfies die Wallfahrt.

Sri Lankas Norden: Lotusblüten am Tempel
Lotusblüten für Buddha

Das Pilgerziel für Hindus – der bonbonfarbene Hindutempel Naga Pooshani Amman Kovil – liegt ganze 200 Meter entfernt. Hierher strömen Schwangere und Familien mit Babys, denn Göttin Minakshi wacht über den Nachwuchs. 

Auf der verschlafenen Insel Karaitivu schließlich liegt einer der schönsten Strände des Nordens: der Casuarina Beach, benannt nach den schattenspendenden Kasuarinen, die den kilometerlangen Sandstrand säumen. Hier sonnen sich drei Traveller – beschützt von der Armee. Zum Strandparadies ist es noch ein weiter Weg. 

Ein letzter Schlenker, bevor ich Sri Lankas Norden verlasse und Kurs auf den Osten nehme: Point Pedro, der nördlichste Ort Sri Lankas – ein Fischerort, in dem noch die Langsamkeit regiert.

Rezepte aus Sri Lanka

Über den Elefantenpass

Auf dem Weg in den Osten passiere ich den Elefantenpass, einen Damm, der die Jaffna-Halbinsel mit dem Rest der Insel verbindet – im Bürgerkrieg wegen seiner strategischen Bedeutung heiß umkämpft. Ein monumentales Denkmal verherrlicht die Siege der Regierungstruppen. Eine sehr einseitige Geschichtsschreibung, findet Girishan, Hochschullehrer aus Jaffna: „Solange die Regierung Schwarz-Weiß-Malerei betreibt, geht der Krieg in den Köpfen weiter.“

Er erzählt vom Massaker von Mullaitivu, ein Strand im Osten der Insel – in den letzten Kriegswochen von der Regierung zur Schutzzone erklärt. Hier sammelten sich Zehntausende tamilische Zivilisten. Laut Schätzungen der Vereinten Nationen fanden 40 000 Menschen durch Bomben der Armee, durch Krankheit oder Hunger den Tod. „Ein unnötiges Massaker an Unschuldigen nach Ende des Krieges – die Regierung weigert sich, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.“

Sri Lankas Norden: Panzer am Elefantenpass
Sri Lankas Norden: Panzer am Elefantenpass

Trincomalee – die Perle des Ostens

Der Osten des Landes ist tropengrün. Grün wie die fruchtbaren Reisfelder und die Kokosplantagen, die entlang der Küste für reiche Ernten sorgen. Und grün wie die Hoffnung auf den Aufschwung. Der Tourismus sollte nach düsteren Zeiten wieder Wohlstand in die Region bringen. Doch auf den großen Boom warten die Touristiker man noch vergeblich.

Trincomalee, von den Einheimischen zärtlich Trinco genannt, ist eine verschlafene Kleinstadt an der Ostküste. Häuser, Hafen und das monumentale Fort erinnern an die Kolonialzeit.

Am Fort Frederick vorbei, im 17. Jahrhundert von den Portugiesen erbaut, laufe ich zum Koneswaram Kovil, dem wichtigsten Hindutempel der Stadt – bewacht von einem gigantischer Shiva mit seinem Dreizack. Hier treffen sich Familien am Spätnachmittag zur Pooja, der Gebetszeremonie.

Zum Sonnenuntergang treffen sich Familien in der Dutch Bay. Die Kinder baden, die Erwachsenen plaudern. Väter lassen Drachen steigen, Kinder stehen beim Luftballonverkäufer Schlange. Sie wachsen im Frieden auf, der auch ihren Eltern gut bekommt. Eine kleine Tropenidylle.

Im Hinterland liegt das Kloster Velgam Veehara. Hier gibt es noch viel Arbeit für Archäologen – und auch mehr als zehn Jahre Ende des Bürgerkriegs noch viel Trauerarbeit zu leisten. Ein kleines Museum zeigt Fotos aus Kriegszeiten, die einen Überfall der Tamil Tigers dokumentieren. Der Mönch schiebt seine Robe zur Seite – eine lange Narbe zieht sich schräg über den Bauch. Er hat überlebt, immerhin. Mitten in den Ruinen des Heiligtums nebenan erhebt sich ein steinerner Buddha – ein Abbild des Erleuchteten, der Friedfertigkeit predigte. „Viele sind noch traumatisiert“, sagt der Mann Buddhas. „Wahrscheinlich dauert es eine Generation, bis wir vergessen und unser Volk wieder zusammenwächst.“

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Kloster Velgam Veehara

Die Strände von Trincomalee

Von Trincos Stränden schwärmten die Traveller der ersten Stunde, die sich hier bereits Ende der 1970er-Jahre sonnten. Nachdem die Waffen schwiegen, rüsteten sich Sri Lankas schönste Strände fürs Comeback. Goldgräberstimmung lockte nach Kriegsende sehr bald Investoren aus Columbo an, doch der ganz große Boom blieb aus. Uppuveli Beach, der Hausstrand von Trinco, ist breit, weißsandig und noch erstaunlich wenig erschlossen. Zu weit ist es westlichen Besuchern wohl vom Flughafen Colombo nach Trinco. 

Dafür strömen Auslandstamilen – Bürgerkriegsflüchtlinge –, die ihren Kindern die Heimat zeigen möchten, an die Strände des Ostens. Mit australischen oder kanadischen Dollars können Sie sich die schicken Hotels am Strand leisten. So wie Ranil aus Melbourne. Er war auf Familienbesuch in der alten Heimat, die er nur aus Kindertagen kennt. Die Eltern hatten Geld und Glück, sie fanden in Australien eine sichere Existenz. Kann er sich eine Rückkehr nach Sri Lanka vorstellen? „Nein, aber ich bin so froh, dass ich meinen Kindern endlich ihre Wurzeln zeigen kann.“

Richtig voll wird es in Trinco nur an den Wochenenden. Dann gehört der Strand Besuchern aus anderen Teilen der Insel, die mit Bussen anreisen. Ausgelassen ist die Stimmung beim Picknick am Strand und beim Bad im Ozean – die Damen keusch im Sari, während die Männer mit ihren Smartphones auf Europäerinnen im Bikini zielen.

Nationalparks im Norden und Osten Sri Lankas

Im Yala-Nationalpark, dem beliebtesten Tierreservat Sri Lankas, stehen oft Jeepkarawanen vor den Elefanten im Stau – im Norden und Osten dagegen gibt es menschenleere und dennoch tierreiche Parks zu entdecken. Wilpattu, mit 1317 qkm der größte Nationalpark des Landes, ist berühmt für seine 40 Leoparden und eine beeindruckende Zahl an Lippenbären.

Im Herzen des Gal-Oya-Nationalparks zwischen Batticaloa und Arugam Bay liegt ein Stausee, auf dem man per Boot auf Safari geht. Lahugala, der kleinste Nationalpark Sri Lankas, liegt nordwestlich von Arugam Bay und ist bekannt für große Elefantenherden, die du vor allem in den Sommermonaten beobachten kannst. Wasservögel wie Pelikane, Purpurreiher, Sunda-Marabu-Störche, Seeadler, Fischadler und Eisvögel flattern garantiert vor die Kameralinse.

Der Kumana-Nationalpark (Yala East) schließlich, südlich von Arugam Bay, ist die Fortsetzung des berühmten Yala-Parks, aber nur von der Ostküste aus zu erreichen. Im dichten Buschland – durchsetzt mit Lagunen, finden Axis-Hirsche, Goldschakale, Wasserbüffel, Sumpfkrokodile und jede Menge Wasservögel Schutz.

Arugam Bay – ein Paradies für Surfer

Ich fahre entlang der Ostküste in den Süden bis ins Surfermekka Arugam Bay, das auch düstere Zeiten erlebte. Schlimmer noch als der Krieg wütete hier der Tsunami 2004. Doch das ist längst Vergangenheit, der kleine Ort mit den hohen Wellen boomt tatsächlich. Wenn auch noch in bescheidenen Dimensionen. Schon frühmorgens sind die Surfer unterwegs, die hier perfekte Wellen finden – das Brett lässig unter den Arm geklemmt.

Sri Lankas Norden: Surfer am Strand von Arugam Bay
Sri Lankas Norden: Surfer am Strand von Arugam Bay

Noch teilt man sich den Strand mit den Fischern, deren Boote die Flut gerade vollbeladen an den Strand spült. Und mit den Kühen, die die Besucher neugierig beäugen. Doch man ahnt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Big Business die Hippie-Vibes vertreibt.

Weiterlesen: Reisebücher Sri Lanka

  • Merian live! Elke Homburg, Sri Lanka, Gräfe und Unzer Verlag
  • Elke Homburg, Highlights Sri Lanka, Bruckmann Verlag
  • Michael Ondaatje, Es liegt in der Familie. Wunderbare Familiengeschichten des bekanntesten Autors aus Sri Lanka. Nur antiquarisch.
  • Shyam Selvadurai, Funny Boy. Ein Roman, der zu Beginn des Bürgerkriegs spielt und die Ereignisse aus der Perspektive eines Teenagers erzählt. Sehr lesenswert, aber nur antiquarisch.

Reiseinfos für Sri Lankas Norden und Osten

Geografie Sri Lankas

Sri Lanka liegt südlich des indischen Subkontinents. Mit 65 000 qkm ist die Insel ungefähr so groß wie Bayern und landschaftlich ungeheuer vielfältig. Die Küsten mit tropischen Stränden bieten beste Voraussetzungen für Wassersportarten von Tauchen bis Wellenreiten. Im Tiefland liegen ausgedehnte Nationalparks, in denen sich eine faszinierende Tierwelt tummelt. Im zentralen Hochland ragen Gebirgen bis zu 2500 Meter hoch auf. Berühmt ist die Region für den Teeanbau, aber auch bestens geeignet für Trekking-Touren. 

Bevölkerung Sri Lankas

In Sri Lanka leben 22,5 Mio. Menschen.

Religion: Buddhisten 70 %, Hindus 13 %, Muslime 10 %, Christen 7 %

Visum für Sri Lanka

Ein 30-Tage-E-Visum (32 €) kannst du im Voraus online beantragen

Corona-Einreisebestimmungen für Sri Lanka

Bei Einreise ist beim „Airport Health Office“ des Flughafens eine Gesundheitserklärung („Health Declaration Form“) vorzulegen (Formulare erhalten Reisende entweder noch im Flugzeug oder nach der Landung im Ankunftsbereich).

Einreise für geimpfte und genesene Reisende

Vollgeimpfte bzw. Genesene (Infektion innerhalb der letzten drei Monate vor Einreise) mit einer Impfdosis haben bei Einreise zusätzlich ihren Impfnachweis in englischer Sprache vorzulegen.

Einreise für ungeimpfte Reisende

Für alle ungeimpften Einreisenden, die älter als 12 Jahre sind, ist ein PCR-Test bei Ankunft im Testzentrum am Flughafen Colombo oder im „Safe and Secure Level-1“-Hotel vorgeschrieben. Die Kosten dafür sind von dem Reisenden über das ETA-Portal zu begleichen.

Voraussetzung für die Erteilung von Touristenvisa im ETA-Portal an ungeimpfte Touristen ist die bestätigte Buchung in einem „Safe and Secure Level 1“-zertifizierten Hotel für die ersten 14 Tage des Aufenthalts inkl. der weiteren PCR-Tests, die während des Aufenthalts durchgeführt werden müssen (Tag 1 und Tag 12 des Aufenthalts). Darüber hinaus muss der Reisende über das „Safe and Secure Level 1“-zertifizierte Hotel eine sri-lankische COVID-19-Versicherung abschließen. Die Referenznummer der Versicherung ist bei Beantragung des ETA-Visums anzugeben. Sonderregeln gelten für ungeimpfte Kinder zwischen 12 und 18 Jahren von vollgeimpften Eltern, die als Touristen nach Sri Lanka reisen.

Währung in Sri Lanka

Sri-Lanka Rupie (LKR), 1 € = 229,4 LKR (Oktober 2021). Geldautomaten (ATM), an denen du per Kreditkarte und oft auch Maestro-Karte Bargeld ziehen kann, sind verbreitet. Kreditkarten werden in gehobenen Hotels, Restaurants und Shops akzeptiert.

Sprachen in Sri Lanka

Offizielle Landessprachen sind Singhalesisch und Tamil. Englisch ist weit verbreitet.

WLAN & Co. in Sri Lanka

Wer vor Ort viel telefoniert, sollte eine SIM-Karte eines einheimischen Mobilfunkanbieters am besten schon am Flughafen erwerben (Basispaket 1500 LKR von Mobitel). WLAN ist in den meisten Unterkünften kostenlos verfügbar. 

Gesundheit in Sri Lanka

Sri Lanka ist malariafrei. Landesweit besteht jedoch ein Übertragungsrisiko für Dengue Fieber. Schutz vor Mückenstichen durch langärmelige Kleidung und Sprays ist unbedingt ratsam. Weitere Infos beim Tropeninstitut (www.fit-for-travel.de).

Klima in Sri Lankas Norden und Osten

Sri Lanka liegt in den Tropen – die Temperaturen sind ganzjährig schwül-warm und man unterscheidet zwischen Regen- und Trockenzeiten. Die Ostküste hat in den Sommermonaten Saison. Hier fallen die heftigsten Regengüsse im November/Dezember. 

Hotels in Sri Lankas Norden und Osten

Im Norden Sri Lankas steckt der Tourismus noch in den Kinderschuhen. Die Auswahl an Unterkünften ist begrenzt. Neben wenigen Häusern der gehobenen Kategorie gibt es vor allem Guesthouses, An der Ostküste entwickelte sich die touristische Infrastruktur seit Ende des Bürgerkriegs 2009 nicht so rasant wie erhofft. Der Fokus liegt auf Häusern der gehobenen Preisklasse. Mehr Auswahl als an den Stränden von Trinco hast du an der Passekudah Bay bei Batticaloa, wo allerdings eine touristische Infrastruktur außerhalb der Hotels kaum vorhanden ist. Im Surferparadies Arugam Bay dominieren noch einfache Unterkünfte für ein junges Surferpublikum, ergänzt durch immer mehr Boutiquehotels. 

Spartanisch eingerichtete DZ gibt es ab ca. 1500 LKR, ab ca. 6000 LKR/DZ darfst du ein bisschen mehr Komfort erwarten. Hotels der Mittelklasse spielen bisher im Norden und Osten Sri Lankas eine untergeordnete Rolle. In der gehobenen Kategorie lohnt es fast immer, Preise von Reiseveranstaltern oder Internetportalen zu vergleichen. Pech für Einzelreisende: Es gibt kaum Preisunterschiede zwischen EZ und DZ. Wo nicht anders vermerkt, beinhalten die hier genannten Preise das Frühstück. Einfache Hotels geben ihre Preise in LKR, gehobene Hotels meist in USD.

Hoteltipps in Jaffna

Gehoben: Elegantes Ambiente in zentraler Lage, tolle Rooftopbar und nettes Personal: Jetwing Jaffna, eine Oase in der geschäftigen Stadt.

Günstig: Einfach, aber blitzsauber: D’Villa Guest House, geführt von einer liebenswerten tamilischen Familie.  

Hoteltipps in Trincomalee

Gehoben: Der traditionsreiche Club Oceanic am weißen Traumstrand von Uppuveli, 1972 eröffnet, knüpfte unter dem neuen Namen Trinco Blu by Cinnamon an glanzvolle Zeiten an. Eine prima Adresse für unbeschwerte Strandtage. 

Gehoben–mittel: Direkt am Nilaveli Beach und gegenüber vom Nationalpark Pigeon Island ist das Pigeon Island Beach Resort eine solide Adresse. Allerdngs etwas in die Jahre gekommen. Die Preise der Internetportale liegen bei einem Drittel des offiziellen Preises.

Einfach: In der günstigen Kategorie hat das spartanische  Sea View Hotel am Nilaveli Beach kaum Konkurrenz. 

Hoteltipps in Passekudah Beach

Gehoben: Das Maalu Maalu Resorts & Spa ist ein stylishes Öko-Barfußhotel, mit Naturmaterialien erbaut, am weißen Sandstrand.

Günstig: Das Cocoville bietet großzügige Cabanas im Palmenwald, 5 Minuten vom einsamen Strand entfernt.

Hoteltipps in Arugam Bay

Gehoben: Lässiges Beachhouse-Ambiente bietet das Kottukal Beach House by Jetwing. Die abgeschiedene Lage am Surfers Pont begeistert auch Nicht-Surfer.  

Mittel: Die sechs gepflegten und bunten Bungalows des Barbar Point gehören einem europäischen Surferpaar. Mit Pool.

Günstig: Das Stardust Beach Hotel mit lässigen Beach-Cabanas ist die Traditionsadresse am Surferstrand. Nicht verpassen: das Seafood-BBQ mit frischem Hummer.

Küche in Sri Lanka und Restauranttipps

Rice & Curry …

… heißt Sri Lankas Nationalgericht. Zum Reis wird eine Auswahl an Currys serviert – Fischcurrys, Hähnchencurrys und köstliche vegetarische Varianten. Faszinierend ist die Fülle an Gewürzen, nicht jedermanns Sache das Chilifeuer, das ein „Red Curry“ in der Kehle entfacht. In Hotels und Restaurants an der Ostküste werden auch „entschärfte“ Currys und westliche Gerichte serviert. In Jaffna isst man traditionell – würzig, preiswert und in der Regel mit den Fingern. Ein paar Rezepte findest du hier.

Drinks

Wein ist ein Luxusprodukt, das einheimische Bier dagegen günstig und gut trinkbar (Lion Beer, ab 250 LKR). Arak-Cocktails kosten ab 750 LKR. Die antialkoholische Alternative: leckere Fruchtsäfte (ab 350 LKR) und schwarzer Tee (Portion 200 LKR), der rund um die Uhr schmeckt und mit Milch und Zucker getrunken wird. 

Restauranttipps in Jaffa

Die einfachen Restaurants servieren keinen Alkohol, aber frisch gepresste Säfte und gute Milchshakes sowie würzigen Milchtee. Tamilische Küche,  würzig, authentisch und sehr preiswert serviert das Malayan Café (6-38 Grand Bazaar) auf dem Bananenblatt. 

Vorzügliches Masala Dosas und göttliche Currys bekommst du auch im Mango (359/3 Temple Rd.), spezialisiert auf indisch-vegetarische Küche.

Restauranttipps in Trincomalee

Im Strandrestaurant The Crab des Trinco Blu serviert man zum Meeresrauschen grandiose Riesenkrabben in würziger Currysauce. Zum Niederknien gut!

Der Geruch von gegrillten Meeresfrüchten lockt Gäste abends in Trincomalee in das das kleine Restaurant Café on the 18th (18, Alles Garden). Vor allem westliche Gerichte, auch vegan, und guter Kaffee. 

Unterwegs in Sri Lankas Norden und Osten

Am günstigsten bist du mit dem Zug in Sri Lankas Norden und Osten unterwegs (Colombo-Jaffna 800 LKR 2. Klasse, 1500 LKR 1. Klasse), der von Colombo aus Jaffna und Trincomalee ansteuert. Allerdings brauchst du Geduld, sie erreichen keine ICE-Geschwindigkeiten. Die Überlandbusse sind überfüllt und die Fahrer fahren Kamikaze-Stil. Am komfortabelsten und flexibelsten ist natürlich die Reise mit dem Mietwagen. 

Einen Mietwagen selbst zu steuern ist nervenaufreibend im chaotischen (Links-)Verkehr in Sri Lankas Norden und Osten. Kaum teurer und viel relaxter: Mietwagen mit Chauffeur, die über Reiseagenturen (ab ca. 7500 LKR/Tag) buchbar sind. Oft bieten auch Taxifahrer ihre Dienste für Tagesfahrten oder längere Touren an. Die Preise sind abhängig von Mietdauer, Zustand des Wagens und Englischkenntnissen des Fahrers. Zimmer für den Fahrer werden in den meisten Hotels gestellt. Kurzstrecken legt man am besten mit dem Tuk-Tuk zurück, allerdings sollte man den Preis unbedingt vorab verhandeln (Richtwert 200 LKR/km). In Jaffna beleben Tata-Taxis, die indischen Kleinwagen, die Konkurrenz und bieten die gleichen Preise wie die Tuk-Tuks.

+++Werbung durch Namensnennung und Verlinkung+++

+++Eigenwerbung durch Verlinkung von zwei Titeln aus meiner Feder+++

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