Menu
Fernostkost / Fernwehküche

Laksa aus Singapur – schnell, köstlich, authentisch

Laksa, köstliche Nudelsuppe mit Garnelen aus Singapur

Laksa ist eines der Nationalgerichte in Multikulti-Singapur und für mich die wunderbarste Suppenkreationen Asiens. Basis ist eine Gewürzpaste, in der sich Aromen aufs Feinste vereinen: Die Süße der Kokosmilch trifft auf Chilischärfe und die fruchtige Säure von Limetten. Hier verrate ich ein authentisches Rezept für Laksa aus Singapur, das schnell auf dem Tisch steht und absolut köstlich ist. Außerdem gibt’s ein paar Infos zur Kulturgeschichte des Suppenklassikers aus Singapur.

Laksa aus Singapur mit Fisch, mit Fleisch oder vegetarisch

Kokosmilch und Laksa-Paste bilden die Basis meines Rezepts. Bei den Einlagen darfst du kreativ sein. Nudeln sind immer mit von der Partie – charakteristisch sind breite Vermicelli, Reisnudeln, aber auch chinesische Eiernudeln machen sich gut. Außerdem gehören Garnelen hinein und optional Fisch oder Hähnchenfleisch. Vegetarier können Fischiges und Fleischiges durch Tofu ersetzen. Ich kombiniere Garnelen mit frittiertem Tofu, den du in gut sortierten Asia-Läden bekommst.

Eine kultige Suppenküche in Katong

Die beste Laksa meines Lebens habe ich im Szeneviertel Katong gegessen (s.u.), einem der spannendsten Stadtviertel Singapurs – bei 328 Katong Laksa in der East Coast Road. Das Ambiente des Lokals ist sehr bescheiden, geradezu steril. Hierher kommt niemand, um einen schönen Abend zu verbringen, sondern um sich zwischendurch etwas Gutes zu gönnen. Für viele Singapurer ist das unscheinbare Restaurant die beste Suppenküche der Stadt – nicht erst, seit die Besitzer den britischen Sternekoch Gordon Ramsay in einem Kochwettbewerb schlugen. So musste ich erstmal Schlange stehen, bevor ich meine Laksa schlürfen durfte. Danach gönnte ich mir noch ein typisches Dessert im Palmblatt auf Peranakan-Art ein paar Schritte weiter im Sweetshop. Hier findest du Tipps für die besten Hawker Center und Restaurants in Singapur.

Laksa-Lokal in Katong, Singapur
Lokal für Laksa aus Singapur im Stadtviertel Katong

Rezept für Laksa aus Singapur

Wenn Singapur gerade unerreichbar ist, koche ich Laksa zuhause nach und träume mich in ferne Welten. Die Laksa-Paste kannst du selber machen, dazu bin ich allerdings meist zu faul. Glücklicherweise gibt es Fertigmischungen, die geschmacklich prima sind. Wenn ich in Singapur bin, kaufe ich im Supermarkt ein paar Päckchen auf Vorrat. Wenn der Vorrat verbraucht ist, werde ich im Asia-Markt meines Vertrauens in München fündig. Solltest du dort nur ratloses Kopfschütteln ernten, kannst du auch online bestellen.

Mein Rezept steht schnell auf dem Tisch und schmeckt super, finde ich (die bisherigen Mitesser auch ;-)). An die Laksa aus Katong reicht sie vielleicht nicht ganz heran – ein Grund, mal (wieder) nach Singapur zu reisen. 

Tipp für Vegetarier: Garnelen und Fisch weglassen, dafür reichlich frittierten Tofu verwenden.

Zutaten für Laksa (4 Personen)

  • 4 Eier
  • 250 g rohe Garnelen
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 2 Limetten
  • 250 g breite Reisnudeln oder chinesische Eiernudeln
  • 4 EL neutrales Öl (z. B. Sojaöl)
  • 2 Päckchen Laksa-Paste aus dem Asia-Markt (ca. 8 EL)
  • 600 ml Brühe (wahlweise Geflügel,- Fisch- oder Gemüsebrühe)
  • 600 ml Kokosmilch
  • 1 Stück Hähnchenbrust oder 1 weißes Fischfilet nach Belieben, alternativ 1 Packung frittierten Tofu
  • 150 g Sojasprossen
  • Fischsauce nach Geschmack
  • 1 EL Palmzucker (aus dem Asiamarkt) oder brauner Zucker
  • Korianderblätter nach Geschmack
Laksa, eine asiatische Suppe aus Singapur
Laksa, eine asiatische Suppenspezialität aus Singapur

Zubereitung der Laksa

1 Die Eier hart kochen, abkühlen lassen, pellen, halbieren und beiseite stellen.

2 Die Garnelen abspülen, evtl. vom Darm befreien und trockentupfen.

3 Das Hühnerbrustfilet, wenn verwendet, in dünne Streifen schneiden. Oder den frittierten Tofu würfeln.

4 Die Frühlingszwiebeln waschen und in Scheiben schneiden. Eine Limette auspressen, die andere in Spalten schneiden.

5 Die Nudeln nach Packungsanleitung zubereiten.

6 In einem großen Topf 2 EL Öl erhitzen, dann die Laksa-Paste zugeben und diese unter Rühren einige Minuten anbraten. Mit Brühe und Kokosmilch ablöschen und kurz aufkochen lassen.

7 Die Hitze reduzieren und Hähnchenfleisch oder Fisch, falls verwendet, sowie die Garnelen zugeben und in der Suppe gar ziehen lassen. Die Suppe mit Fischsauce, Palmzucker und Limettensaft abschmecken. Den Tofu kurz in der Suppe erwärmen.

8 Nudeln und Sojasprossen in Suppenschalen verteilen und mit der Laksa übergießen. Fleisch oder Fisch, wenn verwendet, und Garnelen auf die Schalen verteilen. Jede Schale mit 1–2 Eierhälften, Frühlingszwiebeln, Koriandergrün und Limettenspalten garnieren und die Laksa genießen.

Mehr Rezepte aus Asien

Wo Laksa erfunden wurde: Katong, ein Szeneviertel mit Old-World-Charme

In Vollendung kocht man Laksa in Katong (Joo Chiat), einem Stadtteil Singapurs, der schon einiges erlebt hat und gerade wieder angesagt ist. Wohlhabende Geschäftsleute und Plantagenbesitzer bauten dort während der britischen Kolonialzeit ihre Villen. Damals noch direkt am Meer.

Durch Neulandgewinnung verlor das Viertel seine exklusive Lage, rutschte ins Landesinnere und damit ins Abseits. Ein Hauch von Verruchtheit wehte schließlich vom Rotlicht-Viertel Geylang nebenan hinüber, und in verlassene Villen zog ein zwielichtiges Publikum ein. 

Shophouses im Stadtteil Katong in Singapur
Shophouses im Stadtteil Katong in Singapur

Vor ein paar Jahren küssten Trendsetter das Viertel mit seiner traditionellen Architektur und reichen Küchenkultur wieder wach, sodass sich heute hippe Shops und Cafés mit Katongs Old-World-Charme mischen. Und nach wie vor schlägt in Katong das Herz der Peranakan-Kultur.

Peranakan bedeutet auf Malaiisch soviel wie „vor Ort geboren“ und steht für eine besondere chinesisch-malaiische Mischkultur. Charakteristisch sind neben der Shophouse-Architektur einige Gerichte, die zu den Favoriten aller Singapurer gehören – Laksa zum Beispiel.

Süßigkeiten im Peranakan-Stil in Singapur
Süßigkeiten im Peranakan-Stil in Singapur

Weiterlesen: Reisekochbücher für alle, die gern exotisch kochen

Reisekochbücher
Reisekochbücher für Foodies

Du suchst mehr Fernwehrezepte? Hier stelle ich meine liebsten Reisekochbücher vor, die jeder Foodie kennen sollte.

Mehr exotische Rezepte auf Kekse & Koffer – fast alle vegan – aus Sri Lanka, Myanmar und Indonesien:

13 Kommentare

  • Lena
    9. März 2021 at 21:37

    Lecker!!! Wird bald einmal nachgekocht

    Antwort
    • Elke
      9. März 2021 at 21:41

      Es wird dir schmecken, liebe Lena. Versprochen ;–)!

      Antwort
  • Tilman
    11. März 2021 at 22:10

    Ich habe die Laksa vegetarisch zubereitet. War auch ohne Garnerlen sehr lecker!

    Antwort
    • Elke
      11. März 2021 at 22:14

      Super Hinweis, Tilman! Die Veggie-Option sollte ich unbedingt noch ergänzen.

      Antwort
  • Martina
    12. März 2021 at 11:47

    Super Rezept, sehr lecker und gut nach zu kochen.
    Danke!

    Antwort
    • Elke
      12. März 2021 at 13:53

      Freut mich, wenn’s geschmeckt hat!
      Liebe Grüße
      Elke

      Antwort
    • Elke
      16. März 2021 at 6:04

      Freut mich, wenn’s geschmeckt hat!

      Antwort
  • Thomas
    1. September 2021 at 19:05

    Liebe Elke,
    weite Teile von Asien sind schon allein wegen dem Essen eine Reise wert. Besonders gerne Esse ich dabei Nudelsuppen. Davon gibt es so viele Variationen.
    Herzliche Grüße
    Thomas

    Antwort
    • Elke
      1. September 2021 at 19:09

      Geht mir genauso, Thomas.
      Die asiatische Küche ist unschlagbar und Suppen gehören dort auch zu meinen Favoriten.
      Bin gespannt, ob dir meine Laksa schmeckt ;-).
      Liebe Grüße
      Elke

      Antwort
  • Patrik
    8. Mai 2022 at 1:31

    Liebe Elke,
    Laksa ist echt der Hit, ich habe einige Wochen in Singapur mit Einheimischen verbracht und mir wurden die besten Laksa Küchen gezeigt. Ein wahrer Traum…

    LG Patrik

    Antwort
    • Elke
      8. Mai 2022 at 2:31

      Lieber Patrick,
      Singapur und Laksa gehören zusammen, das finde ich auch. Für mich – zusammen mit Mohinga aus Myanmar vielleicht die beste Suppenkreation Asiens.
      Liebe Grüße
      Elke

      Antwort

Kommentieren (deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)

GDPR Cookie Consent mit Real Cookie Banner