Menu

Inselhopping auf den Azoren – Faial, Pico und São Jorge

Inselhopping auf den Azoren: Blick auf Horta/Faial

Der Azoren-Archipel mit seinen neun Inseln liegt mitten im Atlantik – auf halbem Weg zwischen Frankfurt und New York und fast 1500 km vom portugiesischen Mutterland entfernt. Eine Welt für sich. Viele Besucher bleiben auf der Hauptinsel São Miguel hängen, die schon genug für einen Urlaub auf den Azoren zu bieten hat. Wenn du mehr Inseln sehen möchtest, ist das Dreigestirn der Zentralgruppe – Faial, Pico und São Jorge – perfekt fürs Inselhopping auf den Azoren. Hier nehme ich dich mit zu Plätzen, die du auf den drei Inseln nicht verpassen solltest.


Sehenswürdigkeiten auf den Azoren: Was du auf Faial, Pico und São Jorge sehen und erleben kannst

Jede Insel hat ihren eigenen Charakter. Faial als Zwischenstation für Atlantiksegler punktet mit kosmopolitischem Flair. Berühmt für tolle Whale-Watching-Spots ist besonders Pico. Auf der kargen Insel findest du außerdem eine einzigartige Weinkultur mit UNESCO-Auszeichnung und den Vulkankegel Pico – ein echter Charakterkopf und der höchste Berg Portugals. São Jorge schließlich, die kleinste der drei Inseln, ist mehr noch als die Nachbarinseln ein Paradies für Wanderer. Klassische Badeinseln sind die Azoren nicht, aber neben dem ein oder anderen Sandstrand sorgen Lavapools für Erfrischung.

Reichlich Gründe für eine Reise auf die Azoren, die seit ein paar Jahren einen kleinen Touristenboom erleben. Naturschönheit gibt es tatsächlich im Überfluss, aber keine Schönwettergarantie. Wenn die Wetterpäpste in Mitteleuropa ein Azoren-Hoch verkünden, dürfen wir uns in Mitteleuropa freuen. Wo sich das gute Wetter zusammenbraut, ist das Klima dagegen höchst unbeständig. Zum Glück. So bleiben die Atlantikinseln ein Reiseziel für Individualisten.

Zwischenstopp auf São Miguel und Weiterreise nach Faial

Die Flieger vom europäischen Festland landen in Ponta Delgada auf der Hauptinsel São Miguel. So verbringen die meisten Azoren-Urlauber wegen später Ankünfte bzw. früher Abflüge hier zumindest ein oder zwei Nächte. Zeit genug für eine Schnupperrunde am quirligen Hafen entlang in die Altstadt. Dann suchst du dir einfach am Hafen oder in der Altstadt ein Plätzchen in einem der Lokale und lässt das Leben vorbeiziehen.

Zwischen Sao Miguel und Faial liegen 300 Kilometer. Wer seine Urlaubstage zählen muss, nimmt den Flieger. Dann liegt Faial nur eine Flugstunde entfernt. Über Preise und Verbindungen informiert die Azoren-Fluggesellschaft SATA.

Tipp: Auf dem Rückweg vor der Abreise im Feinkostgeschäft O Rei dos Queijos (Rua Mercado) mit kulinarischen Azoren-Souvenirs von Käse bis Wein eindecken. 


Highlights auf Faial – Mekka der Atlantiksegler mit kosmopolitischem Flair 

Klein, aber voller Geschichte: die Inselhauptstadt Horta. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als Faial Knotenpunkt der interkontinentalen Telekommunikation war, lebten hier Angestellte internationaler Telegrafengesellschaften. In den frühen Jahren der Luftfahrt landeten in Horta Wasserflugzeuge zwischen, die Europa und Amerika verbanden. Und seit jeher machen Seeleute, die den Atlantik überqueren, im Hafen von Horta Station.

Inselhopping auf den Azoren: Blick auf den Pico bei Sonnenaufgang
Inselhopping auf den Azoren: Blick von Horta auf den Vulkan Pico auf der gleichnamigen Nachbarinsel bei Sonnenaufgang

Spaziergang durch die Inselhauptstadt Horta

Den Ortsrundgang durch Horta kannst du im Hafen beginnen, wo die Segelboote der Atlantiküberquerer ankern. Jede Bootscrew sollte sich, das verlangt ein altes Seemannsgesetz, im Hafen mit einem Gemälde verewigen. Weil die meisten Segler abergläubisch sind, ähneln die Kais einer Open-Air-Galerie.


Vom Hafen kannst du hügelaufwärts zwei ehemalige Standorte der internationalen Kabelgesellschaften besuchen, die vor dem Ersten Weltkrieg auf Faial ihren Sitz hatten. In die Gebäude, in denen einst die Amerikaner wohnten, ist ein Hotel eingezogen: das Faial Garden. Wo die Deutschen residierten, sind Behörden untergebracht. Wenn du nett fragst, zeigt dir einer der Angestellten gern die Erinnerungen an die deutsche Zeit: Fenster mit Wappen aus der Kaiserzeit im Wintergarten.


Dann schlenderst du auf der Hauptstraße vorbei an pastellfarbenen Stadthäusern zum Strand Porto Pim. Unterwegs passierst du die ehemalige Walfabrik, die heute Museum ist.


Ein Lieblingsplatz zum Schluss: der Stadtberg Monte da Guia, wo dir Horta zu Füßen liegt. Bei gutem Wetter ein Muss. Wenn du ihn erklommen hast, ist wahrscheinlich Mittag – die beste Zeit, um zum Beispiel im Peter Café Sport vorbeizuschauen, der legendären Azoren-Bar.

Inselhopping auf den Azoren: Blick auf Horta/Faial
Inselhopping auf den Azoren: Blick auf Horta/Faial

Peter’s Café, der Treffpunkt der Atlantiksegler

Anlaufpunkt für die Atlantiksegler in der Inselhauptstadt ist seit mehr als 100 Jahren die Seglerkneipe Peter Café Sport. „Mein Urgroßvater löste die Probleme der Segler“, erzählt Mariana Azevedo, die mit Vater Peter und den Brüdern den Familienbetrieb schmeißt. Das Café Sport war für Seeleute, die nach Tagen auf stürmischer See erstmals wieder festen Boden unter den Füßen hatten, Wechselstube und Postamt, Laden für Schiffsbedarf und Suppenküche. Heute freuen sich Seemänner und -frauen über gutes WLAN in der Bar.


Im Frühjahr 2020 fühlte sich Familie Azevedo wieder ein bisschen wie in den Anfängen der Bar, als der Urgroßvater von Schiff zu Schiff ruderte, um die Segler auf seine Angebote aufmerksam zu machen. Überrascht von der Pandemie konnten Segler nicht an Land gehen und trieben ohne Versorgung auf dem Meer. Mit Schlauchbooten klapperten Mariana und Familie die Boote ab und nahmen Bestellungen auf wie einst der Urgroßvater. „Es war ein gutes Gefühl, helfen zu können“, sagt die junge Unternehmerin.

Über dem Café hat die Familie ein kleines Museum eingerichtet, das du unbedingt anschauen solltest: Das Scrimshaw Museum zeigt Kunstwerke auf Walzähnen. Eine Kunst, die stark vom Aussterben bedroht ist, seit die Ära des Walfangs vorbei ist. Die Walzähne ähneln Elfenbein, waren aber auf den Azoren zur Zeit des Walfangs kostenlos und immer verfügbar. Viele Walfänger vertrieben sich die Zeit, indem sie Bilder auf die Zähne ritzten. Mariana zeigt mir die stolze Sammlung – unter anderem mit Porträts von Urgroßvater, Großvater und Vater in der Vitrine – und plaudert ein bisschen aus der Familiengeschichte.


Inselrundfahrt mit dem Mietwagen

Faial ist von überschaubarer Größe, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die nur sporadisch verkehren, ist die Inselrundfahrt aber kaum zu schaffen. Am besten buchst du schon vorab einen Mietwagen. Wenn die Zeit knapp ist, kannst du die Insel an einem Tag umrunden – besser ist natürlich, du kannst dir mehr Zeit lassen. Wenn du wandern gehen möchtest, solltest du mindestens drei Tage für Faial einplanen.

Inselhopping auf den Azoren: Blick auf Horta/Faial
Inselhopping auf den Azoren: Blick auf Horta/Faial vom Aussichtspunkt Miradouro de Nossa Senhora da Conceição

Vulkanische Kräfte auf Faial

„Ilha Azul“, blaue Insel, nennt sich Faial wegen ihrer endlosen himmelblauen Hortensienhecken. Die fünftgrößte Azoreninsel hat ihre lieblichen Ecken, ist aber auch eine Drama-Queen. Ende der 1950er-Jahre rumorte vor der Küste von Faial plötzlich ein submariner Vulkan, schleuderte sein Innenleben in die Atmosphäre und hielt die kleine Insel ein Jahr lang in Atem. „Prozessionen zogen an die Küste, um mit Gebeten und Gesängen den Vulkan zu bändigen“, erinnert sich Norberto, der beim Mittagessen am Nebentisch sitzt. Der neue Vulkan Capelinhos vereinigte sich mit der Hauptinsel und bildete die Halbinsel Ponta dos Capelinhos.


Als der Vulkan zur Ruhe kam, waren die Häuser des Fischerdorfs an der Küste verschüttet, nur noch der Leuchtturm ragte aus der Asche. Kein Wunder, dass die Hälfte der Inselbewohner nach Amerika auswanderte. An die Naturkatastrophe erinnert die bizarre Mondlandschaft Capelinhos aus Asche und Stein, heute eine Top-Attraktion für Besucher auf Horta. Du kannst durch die Lavalandschaften wandern und das sehenswerte unterirdische Museum unter dem Leuchtturm anschauen, das vom Vulkanismus im Allgemeinen und von der Jahrhundertkatastrophe im Besonderen erzählt. Ein großer Teil des Neulands wurde von der Erosion inzwischen schon wieder verschlungen. Seit ein paar Jahren wächst auf der Vulkanasche Wein. 


Weitere Zeugnisse vulkanischer Kräfte entdeckst du im Herzen der Insel: die Caldeira, von deren Kraterrand du 400 m in die Tiefe blickt. Wenn die Wettergötter dir wohlgesinnt sind, kannst du sie auf einer Wanderung umrunden. Ich blickte nur in eine Nebelsuppe.

Weitere Lieblingsplätze entlang der Küste

Kraftplätze und Lost Places sind ja gerade angesagt. Faial hat beides: Der Morro de Castelo Branco ist ein echter Fels in der Brandung, der an einen urzeitlichen Vulkanausbruch erinnert. Ich stand davor und war geflasht, weil mich der gewaltige Felsbrocken tatsächlich magnetisch anzog. Vor der Besteigung wird gewarnt. Schade. So bin ich einfach ein Stück an der Küste entlang gelaufen und habe den Morro de Castelo Branco aus unterschiedlichen Perspektiven bewundert.

Inselhopping auf den Azoren: Castelo Branco auf Faial
Inselhopping auf den Azoren: Küste am Castelo Branco auf Faial
Inselhopping auf den Azoren: Küste am Morro de Castelo Branco auf Faial

Der verlassene Leuchtturm in Ribeirinha, der hoch über der Küste thront, ist ebenfalls ein ganz besonderer Platz. Zwei Instagrammer sind gleichzeitig mit mit vor Ort und posen aus unterschiedlichen Perspektiven. Der Turm ist aber tatsächlich instgrammable, keine Frage. Ansonsten grasen vor der Ruine nur ein paar Kühe. Im Ort gleich der nächste „Lost Place“, die Kirche São Mateo, die wie der Leuchtturm bei einem Erdbeben 1998 zusammenstürzte. Der Wiederaufbau lohnte sich wohl nicht, und wahrscheinlich hat Kirche als Ruine mehr Fans als jemals zuvor.


Die Azoren sind kein Strandparadies, aber schwimmen kannst du trotzdem. Hier wie auf den anderen Inseln gibt es Lavapools, die perfekt für eine Abkühlung sind. Ein besonders schönes Schwimmbad liegt an der Westküste, nicht weit entfernt vom Abzweig zum Morro de Castelo Branco.  


Abends in Horta

Echtes Nachleben gibt es nicht auf Faial, aber ein paar nette Treffpunkte am Abend. In Peter’s Café Sport treffen sich Segler und Urlauber auf einen Gin Tonic. In der Bar Oceanic mit Blick auf Porto Pim kannst du die Abendstimmung genießen, und auch auf dem Stadtplatz in Hafennähe sitzt du nett.


Inselhüpfen im Dreieck Faial, Pico und São Jorge

Zwischen Faial, Pico und São Jorge gibt es gute und preisgünstige Fährverbindungen (zum Beispiel Faial-Pico, 0,5 Stunden, 12 €). Am besten im Voraus buchen.

Highlights auf Pico – Whale Watching und Lavaweine 

Dichte Nebelschwaden im Hochland von Pico, Regen klatscht gegen die Windschutzscheibe. Kein Wanderwetter. Im Schneckentempo schleiche ich durchs Hochland. „Keine Sorge, nach dem Regen kommt wieder die Sonne. Wir haben oft vier Jahreszeiten an einem Tag“, hatte die Rezeptionistin morgens im Hotel versprochen. Sie sollte recht behalten. Zwei Stunden später ist Picos smaragdgrüne Bergwelt wie frisch gewaschen. Der Vulkan Pico, mit stolzen 2351 Metern der höchste Berg Portugals, der eben noch im Nebelmeer versunken war, zeigt mir seinen majestätischen Kegel. Ein typischer Azoren-Wow-Moment. 

Für den perfekten Azorenrundblick besteigst du ihn in einer Tageswanderung (6–8 Stunden). Einfacher sind die Wanderwege durchs grüne Hochland mit seinen glitzernden Bergseen wie dem Lagoa do Capitão. Meterhohe Hortensienhecken entlang der Straße, Flechten überwuchern Steinmauern, und die Stämme der Baumheide sind krumm und schief vom jahrzehntelangen Stemmen gegen den Wind. Ein windzerzaustes und weltentrücktes Stück Pico. 


Die beiden besten Ausgangspunkte für die Inselerkundung liegen jedoch an den Küsten. Der Fährhafen Madalena und der ehemalige Walfängerhafen Lajes an der Südküste. 


Whale Watching auf Pico 

An der Nordküste, im Hafen von São Roque do Pico, erinnert die Skulptur eines Walfängers an die Männer, die bis Ende der 1980er-Jahre den Kampf mit den Riesensäugern aufnahmen. Der letzte Wal wurde 1987 in der Walfabrik von Lajes zerlegt. Heute boomt auf der Insel das friedliche Geschäft mit den Walen, schließlich gibt es kaum einen Platz in Europa, an dem man den Riesen der Meere und ihren kleinen Verwandten, den Delfinen, so nah kommt wie auf den Azoren.


Geschichte des Walfangs auf Pico

Leben konnte hier niemand von der Jagd auf Pottwale, denn die Fangtechniken der Azoreaner waren bis zuletzt archaisch. Mit kleinen Booten näherten sich die Walfänger den Meeresriesen, die sie von Hand mit der Harpune erlegten – wie einst Kapitän Ahab „Moby Dick“. Entsprechend bescheiden waren Ausbeute und Einkommen. Aber jedes Zubrot war auf der kargen Insel willkommen. „Na ja, und eine Portion Abenteuergeist war auch dabei“, erzählt der ehemalige Walfänger Daniel. Sobald eine Leuchtrakete die Ankunft eines Wals ankündigte, ließen die Männer ihre Felder und Werkstätten im Stich und schwangen sich in die Boote.


1987 wurde die Waljagd eingestellt, weil längst nicht mehr rentabel. Das traf viele Männer auf Pico hart. Anfang der 1990er-Jahre kam ein Franzose auf die Idee, Touristen Bootsausflüge zur Walbeobachtung anzubieten. Ein geniales Projekt, das Schule machte. Heute teilen sich mehrere Unternehmen das Geschäft, und eine ganze Reihe ehemaliger Walfänger wie Daniel verdienen ihr Geld mit dem friedlichen Walgeschäft. Mit dem Waltourismus kam die Hoffnung zurück: Neue Arbeitsplätze entstanden und bremsten die Auswanderung. 


In zwei Museen auf Pico kannst du in die Ära des Walfangs eintauchen. Im Museu dos Baleeiros in Lajes und vor allem im Museu da Indústria Baleeira in Roque de Pico, einem erstklassigen Industriemuseum in der ehemaligen Walfabrik. Du glaubst, die Atmosphäre vergangener Zeiten zu spüren und zu riechen. Alte Maschinen, ergänzt durch historische Fotos und Filme, entführen Besucher heute in die Ära des Walfangs. Die Großväter der jungen Leute, die heute im Museum arbeiten, waren alle irgendwie im Geschäft mit den Walen – als Fänger, Spotter oder Bootsbauer.

Vom Walfang zur Walbeobachtung

Im Hafen von Lajes starten die meisten Whale-Watching-Touren auf Pico. Oberhalb der Küste standen einst die Walspäher, die die Ankunft der Wale ankündigten. Heute sind es die Späher der Whale-Watching-Agenturen, die vom Aussichtsplatz Zahl und Position der erspähten Tiere an die Boote weitergeben.


Whale-Watching-Touren auf Pico

Mehrere Agenturen bieten dreistündige Ausfahrten (je nach Saison 50–60 €) an (z. B. Aqua Açores in Lajes). Wale sind natürlich nicht garantiert, die Hauptsaison fürs Whale Watching ist das Frühjahr. Ich bin im Herbst unterwegs und habe trotzdem Glück. Delfine hüpfen neben dem Boot über die Wellen, Grindwale und Tümmler lassen sich blicken. Damit bin ich schon rundum glücklich. Dann plötzlich ein Pottwal neben uns, der länger ist als unser Boot. Die Crew lässt das Schlauchboot treiben und uns viel Zeit, das mächtige Tier zu beobachten, das ganz nah kommt – bevor es effektvoll abtaucht. Es lassen sich weitere 9–10 Tiere blicken, Mütter und Jungtiere. Glückselige Gesichter an Bord.


Lava-Weine von Pico – eine Weinkultur als UNESCO-Welterbe

Lange bevor man auf Pico den Walfang entdeckte, baute man Wein an – auf einzigartige Art und Weise. Die Reben reifen in winzigen Parzellen aus Lavastein, die die Küstenregion im Westen wie ein Spinnennetz überziehen. Im 15. Jahrhundert machten die ersten Siedler aus der Not – steinige Böden und Wassermangel – eine Tugend. Sie holten die Verdelho-Rebe aus Sizilien, mit der man dort unter ähnlichen Verhältnissen gute Erfahrungen gemacht hatte. In mühevoller Arbeit entsteinten sie die Felder und errichteten Mauern aus zerklopften Lavasteinen, die die empfindlichen Pflänzchen vor Wind und Wetter schützten und Wärme spendeten. Der Aufwand lohnte sich und der Dessertwein aus Pico, den der Papst genauso wie der Zar von Russland schätzte, wurde zum Welterfolg.


Mit der Reblaus-Epidemie im 19. Jahrhundert ging die goldene Ära des Weinbaus zu Ende. Mehr als hundert Jahre bauten die Winzer minderwertige Weine an. Doch inzwischen geht es wieder aufwärts. Für einen Schub sorgte 2004 die Auszeichnung der UNESCO. Sie setzte die einzigartige Kulturlandschaft auf die Liste des Weltkulturerbes. Seitdem erlebt der Weinanbau auf Pico ein Comeback, und junge Winzer setzen wieder auf Klasse statt Masse. 

Die Weinanbauregion Zona de Adegas

An den Lavaküsten im Westen der Insel liegt die Weinanbauregion Zona de Adegas mit hübschen Weindörfern wie Porto do Cochorro und Lajido. Charakteristisch sind dort Winzerhäuser („Adegas“), in denen Weinbauern traditionell ihre Trauben verarbeiteten und die Weine lagerten. Heute dienen die meisten als Wochenend- oder Ferienhäuser. Hier und da kannst du beim Spaziergang an der Küste im Lavagestein Furchen entdecken. Sie erinnern an die Ochsenkarren, die die Weinfässer zu den Bootsanlegern brachten, von denen aus Händler den Wein aus Pico in alle Welt verschifften.


Lavaweine auf Pico probieren

  • Das Weinmuseum (Centro de Interpretacao da Paisagem da Cultura da Vinha) in Lajido de Santa Luzia informiert über Geschichte und Gegenwart des Weinanbaus auf der Insel. Außerdem kannst du Weine probieren, z.B „Czar“, den berühmten Dessertwein der Insel.
  • Wein-Probiertouren im Industrieambiente bietet die Cooperativa Vitivinicola in Madalena. 
  • In der Azores Wine Company treffen alte Traditionen auf frische Ideen. Junge Winzer keltern Premium-Weine, die du in stilvollem Ambiente verkosten kannst (z.B. drei Weine 20 €). Die Angestellten nehmen sich Zeit, den Gästen die Besonderheiten der Weine zu vermitteln. Wer zuvor durch die Weinfelder gewandert ist, hat gesehen, wie mühselig der Anbau in den winzigen Feldern ist. Der Ertrag ist bescheiden – entsprechend haben die Weine ihren Preis. Dass die Weinregion Pico dennoch eine große Zukunft hat, davon ist Geschäftsführer Filipe Rocha überzeugt, der selbst von den Azoren stammt. Er setzt auch verstärkt auf Weintourismus, der Arbeitsplätze für junge, gut ausgebildete Leute schafft, die nach dem Studium in die Heimat zurückkehren möchten.

Elegantes Ambiente und ein neues Level der Gastronomie auf einer traditionell armen Insel – auch die Küche der Azores Wine Company ist vom Feinsten. Das 6-Gänge-Menü mit Weinbegleitung ist kein Schnäppchen, aber ein Geschmackserlebnis. Wer am Wein nicht nur genippt hat, mietet sich am besten in einem der Gästezimmer ein. 


Mehr Vulkaninseln im Atlantik

Highlights auf São Jorge – das Wanderparadies der Azoren

Wie ein Drachenrücken hebt sich die lange, schmale Insel aus dem Atlantik. Die beiden Küsten trennt ein Bergrücken mit mehr als 350 Vulkankegeln – Landschaftsdrama ohne Ende. Damit ist São Jorge ein herrliches Terrain für Wanderer und alle, die Outdoor-Abenteuer lieben. 

Perfekte Ausgangspunkte für die Inselerkundung: die Mini-Hauptstadt Velas oder Urzulina, ein bezaubernder Ort mit bestem Blick und guter Lage. Von beiden Standorten können Besucher ausschwärmen, um einige der spektakulärsten Fajãs zu erkunden. Diese flachen Ebenen an der Küste, zu denen sich oft Haarnadelkurven hinabwinden, sind eine Besonderheit von São Jorge und entstanden entweder durch Erdrutsche oder Lavafluss. 74 sind es insgesamt, von denen die meisten verlassen sind oder reine Wochenendziele wie die bildhübsche Fajã de São João.

Kaffee von den Azoren

Permanent bewohnt ist die Fajã dos Vimes an der Südküste mit der einzigen Kaffeeplantage Europas. Kaffeesträucher lieben normalerweise tropische Hochlandregionen, aber erstaunlicherweise auch das besondere Mikroklima von São Jorge. Doch wie kam der Kaffee überhaupt auf die Azoren? Dina Nunes, die Tochter des Plantagenbesitzers, erzählt von freigekauften Sklaven brasilianischer Kaffeeplantagen, die Ende des 18. Jahrhunderts die ersten Kaffeebohnen importierten.

Alles ist nach wie vor Handarbeit auf der Plantage Nunes. 600–700 Kaffeesträucher wachsen in der Nachbarschaft von Passionsfrüchten, Bananen, Kumquats und Feigen. Die Früchte hauchen dem Kaffee ein besonders Aroma ein. Nie habe ich einen so weichen, fruchtigen Kaffee getrunken. „Alles Bio“, erklärt Dina. „Wenn auch nicht zertifiziert. Zuviel Papierkram.“


Der Ertrag: 350 kg grüne Kaffeebohnen, die getrocknet und mithilfe eines Steins geschält werden. Dann rösten Dina und Familie sie ganz altmodisch in der Pfanne. Eine interessante Entdeckung machten Wissenschaftler: Der Azoren-Kaffee hat nur 0,9 Prozent Koffein, deutlich weniger als andere Sorten.

Das kleine Café, das Familie Nunes betreibt, hat längst Kultstatus. Neben Azoren-Kaffee gibt es süße Teilchen mit Yams und Kaffeearoma, die Mutter und Tante backen. So bleibt kaum noch Zeit für die Webstühle, an denen traditionelle Bettdecken entstehen. Eine Kunst, die außer den beiden Damen niemand mehr auf der Insel beherrscht.  

Der berühmte Käse von Sao Jorge

Deutlich mehr Kühe als Menschen leben auf der Insel, deren Milch die Basis für den berühmten São-Jorge-Käse ist. Produziert wird er in drei größeren Käsefabriken, aber vor allem in Familienkäsereien wie der Queijaria Canada in Santo Amaro, in der du vormittags auch beim Käsen zuschauen kann. 


Besitzer John führt mich durch die Fabrikation und verrät mit einem Augenzwinkern das Geheimnis seines preisgekrönten Käses: Beim Melken hören die Kühe klassische Musik.

Wandern und Schwimmen auf Sao Jorge

Wanderer finden auf allen Azoreninseln, aber besonders auf São Jorge ihr Paradies. Ein beliebter Ausgangspunkt für Touren für jedes Konditionslevel ist die bildhübsche Fajã de São João an der Südküste, die nur am Wochenende bewohnt ist. An der wilden Nordküste verbindet eine traumhafte Wanderung die Fajã dos Cubres und die Fajã do Christo. Einziges Problem: Fast alle Wanderungen sind Streckenwanderungen, für den Rückweg musst du ein Taxi mieten. Kein ganz günstiges Vergnügen. Je nach Entfernung fallen Kosten von 25–50 € an. Hier findest du Infos zu den spannendsten Wanderungen auf der Insel.

Ein Lieblingsplatz zum Schluss: die Fajã do Ouvridor mit gleich zwei spektakulären Lavaschwimmbecken, wo die Atlantikwellen unermüdlich an die spitzen Felsen klatschen. Einer liegt direkt im Ort, zum Badeplatz Poça de Simao Dias führt ein Spaziergang mit anschließender Kraxelpartie. Lohnt unbedingt!

Info-Box: Inselhopping auf den Azoren

Einreise

Die neun Azoren-Inseln gehören zu Portugal und damit zur EU. Zur Einreise genügt für EU-Bürger und Schweizer Staatsbürger der gültige Personalausweis. 

Anreise

Günstige Flugverbindungen auf die Azoren – meist mit Stopp in Lissabon – bietet zum Beispiel TAP Air Portugal.

Zeitzone und Reisezeit

Die Azoren liegen das ganze Jahr über 2 Stunden hinter der MEZ zurück. 

Das berühmte Azoren-Hoch, das gutes Wetter in Mitteleuropa verheißt, baut sich südlich der Inseln über dem Atlantik auf. Auf den Inseln selbst ist das Wetter wechselhaft – Sonnenschutz und Regenzeug gehören zu jeder Jahreszeit ins Gepäck. In den Sommermonaten sind die Temperaturen am höchsten, aber es wird selten richtig heiß. Die Winter sind mild mit Durchschnittstemperaturen von 12–18 °C. 

Hauptsaison sind eindeutig Juli und August, dann ist es voll und teuer. In der Nebensaison sind die Preise fürs Inselhopping auf den Azoren niedriger, das Wetter aber nicht unbedingt schlechter. Ideale Reisemonate sind Mai und Juni, September und Oktober.

Rumkommen

Airporttransfer: Die meisten Azoren-Reisenden landen in Ponta Delgada auf Sao Miguel. Für die Taxifahrt vom Flughafen in die Stadt zahlst du inklusive einem Gepäckstück 10 €. 

Busse: Das Busnetz ist auf den Inseln sehr bescheiden und für Inselrundfahrten nicht geeignet.

Mietwagen: An Flughäfen und Fährhäfen liegen die Büros der Mietwagenfirmen wie Autatlantis. Vorbuchung ratsam.

Hotels & mehr

Die Hotellandschaft ist im Wandel. Gab es bis vor ein paar Jahren nur wenige Unterkünfte der gehobenen Kategorie, sind inzwischen einige stylishe Hotels und Gästehäuser entstanden. Nach wie vor dominieren ländliche Unterkünfte (TR – Turismo Rural), viele davon mit viel Flair und persönlicher Betreuung. Einen Überblick bietet zum Beispiel das Online-Portal Casas Acorianas. Ein paar empfehlenswerte Unterkünfte:

São Miguel

  • Eine Top-Adresse, für alle, die keine Wünsche offen lässt: das stylishe Hotel Azor am Hafen mit Gourmetrestaurant und Rooftopbar mit Pool. 

Faial

  • Die Gebäude der Kabelstation der Amerikaner gehören heute zum Hotel Azores Faial Garden in Horta. Mit Garten und Pool. Wer Meerblick bucht, hat den Vulkan Pico auf der Nachbarinsel Pico bestens im Blick. 

Pico

  • Ein stilvolles Hotel im einheimischen Stil, in dem Nachhaltigkeit groß geschrieben wird: Aldea de Fonte. Es liegt an der dramatischen Felsküste unweit von Lajes. Wunderbar sitzt du auf der romantischen Restaurantterrasse und der Hit ist nach langen Wanderungen der Pool über den Klippen. 
Inselhopping auf den Azoren: Hotel Aldeia do Fonte auf Teneriffa
Inselhopping auf den Azoren: Hotel Aldeia de Fonte in Lajes do Pico

São Jorge

  • Das einzige richtige Hotel auf São Jorge – São Jorge Garden in Velas – ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für die Erkundung der Insel. Es punktet außerdem mit tollem Pool und köstlichem Frühstück.

Essen gehen 

Die traditionelle Azoren-Küche ist schlicht. Im Mittelpunkt stehen die Produkte der Insel – Fisch und Fleisch, begleitet von Kartoffeln und Salat. Seit ein paar Jahren kochen immer mehr Restaurants aber auch leicht und kreativ. Eine Spezialität für Liebhaber von Meeresfrüchten: Napfschnecken, die wie Muscheln aussehen und wie Austern geschlürft werden. Grandios ist außerdem die Vielfalt der Früchte. In manchem Garten auf Faial wachsen Bananen neben Feigen und Erdbeeren. Ein paar Adressen von Restaurants, in denen es mir gut geschmeckt hat:

Faial

  • Peter Café Sport ist bekannt für den hauseigenen Gin, aber auch die Küche ist prima.
  • Genuíno mit Traumlage am Meer ist eine weitere Adresse für köstliche (Fisch)küche in Horta.

Pico

  • Cella Bar bei Madalena: ein stylisher Bau, der schon Designpreise gewonnen hat, in grandioser Lage direkt am Meer – mit Blick auf Faial.
Inselhopping auf den Azoren: Cella Bar auf Pico mit Blick auf Faial
Inselhopping auf den Azoren: Cella Bar auf Pico mit Blick auf Faial
  • Casa Ancora: Am von außen unscheinbaren Lokal in Roque do Pico läufst du leicht vorbei. Dabei ist es eines der besten Restaurants der Insel, wo Azorenprodukte raffiniert zubereitet auf den Tisch kommen. Butterweich: der Oktopus auf Hummus.
  • Magma: Auch das Restaurant an der Nordküste bei Santo Amaro vereint eine tolle Lage und feine Küche. Seafood-Pasta und Ingwerfisch waren ein Gedicht.
Inselhopping auf den Azoren: Restaurant Magma bei Santo Amaro auf Pico
Inselhopping auf den Azoren: Restaurant Magma bei Santo Amaro auf Pico

Reiseführer

Michael Bussmann: „Azoren“, Michael Müller Verlag, 2019. Der perfekte Begleiter auf meiner Azorenreise: gründlich recherchiert und gut geschrieben. Zusätzliches Plus: viele Beschreibungen von Wanderungen. Die Neuauflage erscheint im Sommer 2022.


Offenlegung: Der Artikel entstand im Rahmen einer Pressereise von Visit Azores. An die Unterstützung waren keinerlei Bedingungen geknüpft, ich erhielt kein Honorar für die Berichterstattung und die Einladung hatte keinen Einfluss auf meine Meinung.


Lust auf mehr Vulkanregionen im Atlantik? Dann sind diese Artikel bestimmt interessant für dich:

18 Kommentare

  • Michael Bussmann
    17. Januar 2022 at 12:20

    Liebe Elke, superschöner Artikel, tolle Bilder und sehr viel Infos drin. Besonders spannend fand ich die Geschichte mit der Familie Azevedo, die die Segler im Frühjahr 2020 mit Lebensmitteln von Schlauchbooten versorgten. Jetzt bekomme ich direkt wieder Azorenweh, allein dieses tolle Licht… Ganz herzlichen Dank für die nette Erwähnung, habe mich sehr gefreut. Klitzekleine Korrektur: Das hübsche Hotel auf Pico heißt richtig Aldeia da Fonte. Beste Grüße aus Berlin, Michael

    Antwort
    • Elke
      17. Januar 2022 at 12:26

      Lieber Michael,
      vielen Dank, freut mich, wenn dir als Azorenkenner der Artikel gefallen hat! Ich war vor 15 Jahren schon mal auf den Azoren, damals waren das touristisch noch sehr unschuldige Inseln. Inzwischen hat sich einiges getan – nicht unbedingt zum Schlechten. Ich war völlig verzückt, hatte aber auch Glück mit dem Wetter. Kann schon verstehen, dass ihr gern öfter auf den Inseln seid. Vielen Dank für die Korrektur! Wird sofort ausgebessert.
      Liebe Grüße
      Elke

      Antwort
  • Sabine von Ferngeweht
    17. Januar 2022 at 12:22

    Ach, die Azoren! Da war ich Mitte der 90er-Jahre zum ersten und bisher auch einzigen Mal. Faial haben wir auch besucht. Lustig, dass es die Seglerkneipe und die Open-Air-Galerie am Hafen immer noch gibt!

    Antwort
    • Elke
      17. Januar 2022 at 12:30

      Liebe Sabine,
      da hast du die Azoren ja noch in den Anfängen des Tourismus dort erlebt! War sicher anders, aber es gibt Konstanten wie das Peter Café Sport, dass es sicher noch lange geben wird ;-).
      Liebe Grüße
      Elke

      Antwort
  • Renate
    17. Januar 2022 at 12:25

    Liebe Elke,
    gestern noch habe ich eine Sendung über die Azoren im Fernsehen geschaut und heute lese ich deinen sehr ausführlichen Bericht. Vielen Dank für die Tipps und tollen Fotos. Die Inseln sind ja sehr vielseitig. Mein Mann und ich haben die Azoren auf die Reisewunschlsite geschrieben.
    LIebe Grüße
    Renate

    Antwort
    • Elke
      17. Januar 2022 at 12:35

      Liebe Renate,
      ach, dann muss ich gleich mal ins Fernsehprogramm schauen. Ich bin tatsächlich ziemlich verliebt in die Azoren und habe beschlossen, sehr bald mit mehr Zeit weitere Inseln zu erkunden. Lohnt sich unbedingt!
      Liebe Grüße
      Elke

      Antwort
  • Marie Schade
    17. Januar 2022 at 18:02

    Liebe Elke,
    vor vielen Jahren habe ich einige Inseln der Azoren besucht, als alles noch sehr wenig vom Tourismus geprägt war. Vieles hat sich wirklich verändert, aber nicht zum schlechten, und das ist sehr erfreulich. Dein schöner Bericht mit den wunderbaren Fotos macht große Lust, in absehbarer Zeit die schönen, wenn auch unterschiedlichen, Inseln in Ruhe zu erkunden.
    LG Marie

    Antwort
    • Elke
      17. Januar 2022 at 18:08

      Liebe Marie,
      ganz herzlichen Dank für deinen Kommentar. Ja, schön, dass nicht alles immer nur schlechter wird ;-). Die Inseln sind wirklich ein kleines Paradies – eine schöner als die andere. Ich hoffe, du findest noch mal den Weg auf die Azoren!
      Liebe Grüße
      Elke

      Antwort
      • Marie Schade
        17. Januar 2022 at 21:36

        Liebe Elke,
        ich habe einen wunderbaren Bericht im Fernsehen über die Azoren gesehen, diese Art Berichterstattung findet man sehr selten. Seither und dank Deines wirklich großartigen und ausführlichen Beitrages möchte ich so bald es möglich ist dorthin und Deine Tipps als Anregung nehmen.
        Liebe Grüße, Marie

        Antwort
        • Elke
          17. Januar 2022 at 21:38

          Liebe Marie,
          vielen Dank für den Hinweis auf den TV-Bericht! In welchem Sender lief er denn? Würde ich mir gern anschauen.
          Herzliche Grüße
          Elke

          Antwort
  • Jens
    17. Januar 2022 at 23:33

    Liebe Elke,
    wir waren auch schon einige Male auf den Azoren und eigentlich würde ich gerne sofort wieder hinüber fliegen. Zuletzt waren wir tatsächlich auch auf Faial und obwohl es November war, war es mehrmals am Tag herrlich warm. Du hast die kleine Insel ganz wunderbar beschrieben und die schönen Fotos nehmen mich direkt wieder gefangen. Herzlichen Dank auch für die vielen hilfreichen Tipps, denn Pico und São Jorge stehen bei uns jetzt ganz oben auf der Liste für den nächsten Besuch. Und was für ein Glück Ihr hattet, Pottwale zu sehen. Das würden wir uns auch mal sehr wünschen.
    Herzliche Grüße aus Lissabon,
    Jens

    Antwort
    • Elke
      18. Januar 2022 at 8:03

      Lieber Jens,
      wenn du in Portugal lebst, liegen die Azoren ja viel näher. Wie schön! Pico und São Jorge sind beide traumhaft, aber vom Charakter ganz unterschiedlich. Die Wale waren natürlich der Höhepunkt, und so eine Waltour ist auch für Kinder sicher ein großes Erlebnis. Auf Zwischenlandung war in übrigens ein paar Stunden in Lissabon. Immer wieder schön!
      Liebe Grüße aus München
      Elke

      Antwort
  • Rudolf Machar
    1. Februar 2022 at 23:08

    Liebe Elke,
    wir haben deinen Azoren-Bericht mit Freude und großem Interesse gelesen. Im September 2014 und Oktober 2017 hatten wir die Hauptinsel Sao Miguel besucht und erkundet. Wir waren von der Vielfalt dieser Insel begeistert. Dein Bericht macht Lust auf mehr. Sobald es Corona wieder zulässt, könnten wir uns vorstellen, auch diese drei Inseln zu entdecken.
    Nochmals vielen Dank für deine anschaulichen und anregenden Infos!
    Aus Heidenrod im Untertaunus grüßen
    Hadwiga und Rudolf Machar

    Antwort
    • Elke
      1. Februar 2022 at 23:14

      Liebe Hadwiga, lieber Rudolf,
      freut mich sehr, wenn ich Lust aufs Inselhüpfen machen konnte :-)! Ich drücke die Daumen, dass ihr bald weitere Azoreninseln ansteuern könnt. Es lohnt sich!
      Liebe Grüße
      Elke

      Antwort
  • Berta
    4. März 2022 at 8:55

    Vielen Dank für diesen wunderbaren Bericht! Das steigert das Fernweh. Darf ich fragen, wie lange ihr euchfür dies Inselhopping Zeit genommen habt?

    Antwort
    • Elke
      4. März 2022 at 9:00

      Liebe Berta,
      vielen Dank für deinen Kommentar und das Lob! Zu deiner Frage: Es kommt immer drauf an, in welchem Tempo du reist. Wenn die ein oder andere Wanderung auf dem Programm steht, sind 10 Tage das Minimum, zwei Wochen besser.
      Liebe Grüße
      Elke

      Antwort

Kommentieren (deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)

GDPR Cookie Consent mit Real Cookie Banner